Es ist in Ordnung, aber

Ich mag Twitter ja wirklich gerne, aber vielleicht auch zu sehr. Noch vor wenigen Wochen hatte ich einen Schnitt von 3,3 Blogartikeln pro Woche, was ich wirklich schön fand. 3,3, das sind alle 2 Tage mal ein Artikel, klingt normal. Seit ich twittere, sind es nur noch 1,9. Das ist zwar immer noch normal, aber es geht viel verloren, weil ich es einfach twittere, das liest kein Mensch mehr, wenn es erst mal auf Seite 2 ist. Dabei sind da manchmal ganz nette Sachen darunter. Im Grunde sollte man sie etwas ausformulieren und dann bloggen.

Ich bin aber kein guter Themen- oder Kategorienblogger. Die letzten paar Einträge habe ich mehr so hingerotzt, was mir grade durch den Kopf ging, als ich auf neuer Artikel klickte, überlegte ich, worüber ich denn schreiben könnt‘. Und: das fand ich gut. So eine Phase hatte ich schonmal, vor einem Jahr, einfach schreiben und OH MEIN GOTT IST DAS LANGWEILIG

worauf ich eigentlich hinaus will, mir gefällt der Ansatz von Peter Glaser, sein Blog sieht ungefähr ziemlich genau so aus: Blog

Das sind oft nur Netzfundstücke, die er präsentiert, die aber durch eine Grundthematik zusammengehalten werden. Da will ich hin, aber ohne Netzfundstücke, denn das können andere besser. Aber ein roter Faden in einem Eintrag, der ansonsten lose Gedanken verbindet. Ich bin ein Mensch loser Gedanken, zuweilen sogar ein gedankenloser Mensch.

Lose Gedanken sind die schönsten, sie sind ehrlich, man muss keine Kompromisse eingehen, um sie zu haben oder sie niederzuschreiben. Das hat nichts mit Dadaismus zu tun, das sind keine losen Gedanken, das sind strukturlose Gedanken (oder geben es vor), die Punks unter den Gedanken. Lose Gedanken sind mehr die Hippies, und gegen Hippies hat niemand was (ernsthaft).

Es heisst im deutschen Volksliedgut, die Gedanken sind frei, sie fliegen vorbei. Und ich fange sie auf wie diese Giottos in der Werbung und schreibe sie hier auf. Man könnte es Beliebigkeit nennen, aber man kann Beliebigkeit nicht ohne lieb buchstabieren.

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5 Antworten zu Es ist in Ordnung, aber

  1. Konna schreibt:

    Wieso folge ich dir eigentlich noch nicht bei Twitter? Hol ich gleich mal nach. Brauchst aber nicht zurückfollowen, ich geb eh nichts Lustiges oder Interessantes von mir, hauptsächlich Hinweise zu Blogposts oder Musik. Aber deine geistigen Ergüsse, die nicht aufs Blog kommen, will ich natürlich nicht verpassen. ^^

    Und die Geschichte mit dem roten Faden kenn ich auch, aber irgendwie vermisse ich den gar nicht bei dir – du schreibst eben, wie du schreibst und es scheint doch schon einigen so zu gefallen.
    Sowas ähnliches hattest du auch mal zu mir gesagt. 😉

    Allein wenn ich den letzten Absatz lese, entdecke ich deinen roten Faden – du formulierst die Dinge so, dass sie jeder versteht, mit einer gewissen Portion Bauernschläue (nicht negativ gemeint!), aber dennoch auf einem gehobenen Niveau. Schwer auszudrücken, ich wollt einfach nur sagen, dass ich deinen Schreibstil mag und keinen roten Faden vermisse.

  2. Sebastian schreibt:

    Ui, das Du auch bei Twitter bist, ist mir entgangen. Aber jetzt passt ja alles 🙂
    Und danke für die lieben Worte.

  3. goron schreibt:

    ansonsten einfach mal bei twitter abmelden! 🙂

    und ich WAR ja auch immer nur verfechter des losen gedanken. und wie viel schöner ist es doch, auch mal so einen gedanken aufzublasen und weiterzuspinnen. dieses twittern schneidet doch jeden gedanken ab.

  4. Sebastian schreibt:

    Irgendwo hast Du ja recht, und trotzdem geht’s mir gut (Fanta 4 going wrong).

  5. Bienemaja schreibt:

    ich bin auch im twitter
    aber eigentlich nicht so oft
    ich blogge mehr
    twitter gibt mir eigentlich nicht so viel
    dass es mir wichtig wäre
    manchmal hab ich 3 bis 4 Artikel am Tag drin in meinem blog. was mir eben so einfällt oer wenn ich was fragen will, ich hab ja nicht viele kommentatoren aber eigentlich viele besucher
    sy

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