Traum

Ich war mit meiner Freundin F. in einer Bar, von der ich im Traum wusste, dass es die Lieblingsbar einer anderen Freundin (Nay) ist. Ich nahm daraufhin Stifte und malte zwei Bilder an die Wand. Das eine davon sah in etwa so aus:

Das andere ist mir entfallen. Ich habe mir aber gemerkt, dass es im comicstil gezeichnet war.
Der Besitzer der Bar merkte es sogleich, und kam herbeigeeilt. Er fand die Zeichnungen an seinen Wänden so genial, dass er mich bat, doch bitte gleich die ganze Bar mit all ihren Wänden zu bebildern. Ich jedoch war so betrunken, das ich es nicht wirklich mitbekam. Daraufhin fragte der Barbesitzer F., ob sie die Wände anmalen könne.

Ich ging und dachte nach, ob ich die Bar anmalen soll oder nicht. Ich wusste während des Traums, dass in diesem Moment mehrere Tage vergingen, dabei war es nur ein kurzer Augenblick.
Ein Gedanke in der Überlegung des Traumes war:

„Male ich die Wände in der Bar an, kann ich mir auf diese Weise diesen Raum erschließen. Andere Leute kommen in die Bar und sehen, was ich dort geschaffen habe. Ich kann dort Spuren hinterlassen. Und wenn Nay kommt, dann sieht auch sie, dass ich in ihrer Lieblingsbar etwas bewirkt habe.“

Schließlich entschied ich mich doch dafür, die Räumlichkeiten anzumalen. Daraufhin ging ich wieder in die Bar, um denen bescheid zu geben, doch war inzwischen F. damit beschäftigt die Räume zu streichen. Ich war vollkommen überrascht, aber konnte dann auch nichts weiter machen als zuschauen.
Allerdings hatte F. beschlossen die Räume mit einem Team zusammen anzustreichen und das klappte nicht so toll. Außerdem war ihr Auftrag aus irgendeinem Grund Aboriginesmotive auf die Wände zu bringen. Es kamen jedoch nur lauter voneinander unabhängige Punkte und Striche zustande. Es arbeitete jeder der Teammitgleider für sich.
Davon blieb mir diese Szene im Gedächtnis:

Daraufhin überstrich der Besitzer direkt wieder alles und kam erneut zu mir. Er bat mich ein weiteres Mal doch bitte die Wände vollzuzeichnen.
Er hob daraufhin einen Bilderahmen an der Wand an, so dass eine meiner Zeichnungen zum Vorschein kam. Er sagte, er habe sie nicht überstrichen, weil er sie so toll fände.
Das blieb mir auch im Gedächtnis.

Als F. das mitbekam, willigte sie ein, dass ich die Räume nun gestalten dürfe. Ich freute mich extrem und rannte überglücklich durch die leergeräumte Bar, sodass ich gar nicht bemerkte, dass ich plötzlich nackt war.
Als dann aber genauso überraschend der Barbesitzer mit einem Vertrag vor mir stand und direkt eine Unterschrift wollte, um auch Gewissheit zu haben,

merkte ich es dann doch. Dieser Gefühlsumschwung während des Traumes ist mir auch noch geblieben.
Im nächsten Moment bin ich aufgewacht.

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6 Antworten zu Traum

  1. personaldebatte schreibt:

    Gerade kürzlich fiel mir auf, dass ich noch nie geträumt habe, betrunken zu sein. Jedenfalls erinnere ich mich eines solchen Traums nicht.
    Das Gute an Nacktheit im Traum ist wiederum, dass die Umwelt häufig gar nicht so überrascht oder schockiert reagiert, wie man es selbst erwartet (jedenfalls gilt das für meine Träume). Auch der Barbesitzer scheint recht entspannt zu sein!

  2. Steffi schreibt:

    Ja, stimmt. Das gilt für meine Träume eigentlich auch.

    Und wegen dem Betrunken-sein. Ich kann mich im Moment nicht dran erinnern, dass ich schon mal geträumt hätte ich sei betrunken. Dieses Element im Traum war aber recht spannend, da im Gegensatz zum restlichen Traum dieser Moment irgendwie anders war – Zumindest dachte ich das, als ich mir den Traum nach dem Aufstehen durch den Kopf gehen ließ.
    Aber jetzt kann ich nicht mehr sagen, worin der Unterschied bestand. Schade eigentlich.

  3. Lotta Gruen schreibt:

    Ich finde es immer großartig, wenn ich so umfassend träume. Was ich Gott sei Dank sehr oft tue und mich häufig auch erinnere. Tatsächlich habe ich ein richtiges Traumgedächtnis, ich kann im Traum denken: „Ach, das ist ja, wie damals als ich träumte, wir lebten alle in Reihenhäuserverschlägen direkt am Fluss und die Nachbarn hatten diese pinken Tüllgardinen und Sean Penn wippte mit dem Liegestuhl, hinter seinem Rücken rauschte das Wasser und ich dachte noch, dass der da bloß nicht rein fällt.“

    Und wie ich neulich lernte, träumen Schwangere wohl sehr intensiv. Was ich als Vorzug einer Schwangerschaft werten würde.

  4. Steffi schreibt:

    Denkst du dann ganz bewusst im Traum nach? Das hatte ich bin jetzt selten. Ich kann mich nur an ganz wenige Male erinnern, bei denen ich quasie aktiv in meinen Traum eingreifen konnte. Ich denk zwar häufig in Träumen nach und weiß manche der Gedankenstränge nach dem Aufwachen noch, aber lenken kann ich diese nicht.

    Insgesamt bin ich auch eine Person, die viel träumt und davon auch viel behält. Das find ich sehr gut, denn manchmal ist es richtig spannend zu träumen.

    Wie äußert sich das intensivere Träumen bei Schwangeren?

  5. Lotta Gruen schreibt:

    Direkt bewusst erinnere mich nicht, nur wenn ein Traum einem früheren ähnelt, dann fällt mir das währenddessen mitunter ein.
    Und in Alpträumen kann ich, wenn’s zu schlimm wird, fast immer sagen: Das reicht mir jetzt, ich wach auf.

    Ja und zu den Schwangeren, mir wurde erzählt, da ginge es in den Träumen wohl noch ne Ecke umfangreicher und wurschteliger zu als sonst schon bzw. selbst Wenig-Träumerinnen begännen nun viel zu träumen.
    Und um die 30. Woche herum neigen Schwangere scheint’s dazu in diversen Varianten zu träumen, sie bekämen das Kind an einem öffentlichen Platz (Bus, Kino oder so) und ließen es einfach auf dem Boden liegen, während sie sich seelenruhig aus dem Staub machten.

  6. Steffi schreibt:

    Das mit den Alpträumen ist natürlich sehr geschickt. Das gelingt mir leider nur äußerst selten.

    Der Traum mit dem Kind-einfach-Liegen-Lassen ist echt extrem.
    Aber so rein vom Muster her erinnert mich das an Träume, die ich oft vor größeren Prüfungen habe: dass ich erst verschlafe, dann den Bus nicht bekomme usw aber mir das letztendlich gar nicht so viel ausmacht sondern ich es einfach hin nehme, obwohl ich im Traum denke, dass es mir eigentlich was ausmachen sollte. Ich bin aber ganz zufrieden, wenn ich schließlich weiß, dass ich es eh nicht mehr zur Prüfung schaffe.
    Ist zwar im Vergleich zu einer Geburt dann ein ziemlicher Kleinkram, trotzdem erinnert mich das jetzt daran.

    Insgesamt kann ich mir gut vorstellen, dass Schwangere intensiver träumen. Ich meine, das gibt ja Sinn. In ihnen wächst ja ein neues Leben heran und sie beschäftigen quasie doppelte Sorgen, ihr eigener Alltagskram und dann noch Geburt und natürlich Zukunft und so.
    So sind im allgemeinen Leben wie im Denken einige Ebenen mehr als bei anderen vorhanden, warum also nicht auch in den Träumen?

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