Thomas, Frank Elstner, der andere Thomas & ich

Ich habe vor etlichen Jahren im Forum der höflichen Paparazzi meine erste Kindheitserinnerung beschrieben, welche gleichzeitig ein Treffen mit Showgigant Frank Elstner darstellt. Leider sind 1. die Menschen dort samt und sonders unfassbar affektierte Arschlöcher, oder sie waren es zumindest damals, und 2. hat es meine Erzählung wohl nicht in den allgemeinen Almanach geschafft. Aber ich habe ja jetzt ein sogenanntes „Blog“, fiel mir ein, darum noch einmal hier.
Halt! Tatsächlich streitet sich mein Hirn mit sich selbst, ob dies nun tatsächlich meine erste Kindheitserinnerung ist oder doch die Szene aus ET, in der er kalkbleich und halbtot im Flussbett liegt. Egal! So war das nämlich:

Frank Elstner war seinerzeit noch Moderator von Wetten, dass…?, fühlte sich aber wohl nicht ausgelastet, weswegen er in der Sommerpause durch Deutschland tingelte mit einer abgespeckten Version, die sich da nannte „Was ein Spaß“ oder ähnlich und mit einer festen Truppe schräger Vögel, die ihre Fähigkeiten zeigte, aufwarten konnte.

Er machte auch Halt im Hansapark, was damals noch Hansaland hieß (und davor gar Legoland, das weiss ja auch keiner mehr). Ich war ca. 3 Jahre alt und saß mit meinen Eltern, Geschwistern und diesem ominösen Sozialstatus „Freunde der Familie“ in der ersten Reihe. Im Schlepptau hatte Frank (den ich kleiner sprechender Haken, der auf meiner Schulter sitzt, nennen darf) einen Gedächtniskünstler, der wettete, sich die Namen von über 9000 Menschen (ca.) merken zu können, bekäme man sie denn nur auf die Bühne. So wurden also unter anderem meine Eltern auf die Bühne gerufen und meiner einer auf den Schoß einer mir heute unbekannten und auch damals wohl eher egalen Person gesetzt, von wo aus ich dieses Spektakel verfolgen sollte. Erinnern kann ich mich daran, dass ich selbst nicht applaudieren wollte und diese junge Frau meine Hände gegen meinen Willen zusammenschlug. Ja: Zusammenschlug! Wo ist sie denn da gewesen, diese Frau von der Leyen, hm? Eben. Kurz darauf plärrte und schrie ich also kindesgemäß vor mich hin, auf dass es Frank (The Tank) zuviel wurde und er meine Eltern bat, mich doch auch auf die Bühne zu holen. Ich durfte also mit auf die Bühne, auf der schon meine Mutter stand sowie mein Vater (Thomas I) und sein Freund (Thomas II). Auch hier erinnere ich mich sehr genau dran, nämlich an: Licht! Es war unfassbar hell, nicht weil ich neben der Lichtgestalt Frank Elstner stand, sondern direkt vor einer Armada von Scheinwerfern, die auf der Bühne genau in meiner Augenhöhe standen.
Woran ich mich leider nicht erinnere: das Witzchen, dass Frank (Kurt) sicherlich gerissen hat, als er meine Mutter bat, mich auf die Bühne zu holen sowie den sicher einsetzenden Applaus, als der süße Fratz diese betrat.
Als das Gedächtniswunder sein Voodoo vollbracht hat, durfte man sich noch Autogramme holen. Es ist überliefert, dass sich unsere Truppe schnell aus dem Staub machte und er noch hinterherrief, wo denn Thomas I und Thomas II steckten, das als Pointe, wo es sonst schon keine gibt.

Und so hat jeder seine fünfzehn Minuten Ruhm und ich hatte meine eben schon mit 3 Jahren.

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4 Antworten zu Thomas, Frank Elstner, der andere Thomas & ich

  1. Muriel schreibt:

    Eine Freude, dass sich außer mir noch jemand an Märchen-Man erinnert. Sonst gucken immer alle nur doof, wenn ich das mit dem kleinen sprechenden Haken sage.

  2. Sebastian schreibt:

    Bei mir gucken sie doof, wenn ich es zum kleinen sprechenden Haken sage. Komisch.

  3. Pingback: Big in Berlin « social issues and stuff

  4. SRD schreibt:

    Oh ganz schrecklich, diese ET-Szene! Mir schossen erst wieder Tränen des Glücks in die Augen, als ET wieder in der Tiefkühltruhe rot aufglüht und seinen berühmten Satz wiederholt…

    Ähnlich hängengeblieben ist nur noch die Szene mit dem „Fokolaaadäh“-Monster in den Goonies. Da habe ich mich hinter dem Fernsehsessel versteckt, das weiß ich noch genau.

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