From their cold, dead hands

Neulich erst empfahl ich den Besuch der Waffenbörse in Sindelfingen an diesem Wochenende (welches aber auch fast schon wieder rum ist), und nach dem Amoklauf hatte ich schon Sorge, dass die Veranstalter aus Pietät vielleicht darauf verzichten würden. Das sind ja schließlich auch Menschen. Aber Gott sei Dank war diese Sorge unbegründet. Zwar hat die Stadt noch versucht, die Messe zu verhindern, aber unsere Freunde des Militarismus Schießsports konnten sich gerichtlich durchsetzen.

Einige Wermutstropfen gibt es aber doch zu schlucken: So dürfen keine Besucher unter 18 Jahren die Messe besuchen (was sie, wie mir Bastian Sick grade zuflüstert, streng genommen garnicht zu Besuchern macht, sondern nur zu normalen Jugendlichen. Also, „normal“, wenn man Don Alphonso Glauben schenken würde, aber wer macht denn sowas?).
Verzichtet werden muss auch auf den Verkauf von Munition, denn es ist zwar moralisch vertretbar, die neuesten Errungenschaften der Firmen Heckler & Koch, Beretta und wie sie alle heissen zu bestaunen, nicht aber deren Komplementärgüter. Frei nach dem Motto: Guns don’t kill peope. Bullets do.

Einen interessanten Lösungsansatz lieferte vor Jahren schon Chris Rock, als er sagte, dass man die Waffen seinetwegen für lau weggeben könne, aber für eine einzelne Patrone einen Preis von 5000,- Dollar veranschlagen sollte.

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3 Antworten zu From their cold, dead hands

  1. sternenschein schreibt:

    Ein interessanter Vorschlag, eine Patrone für 5.000 Dollar.
    Dann würde es nur noch reiche Amokläufer geben.
    Es sollen Jugendliche auf der Waffenmesse gewesen sein. Wie dieses bei der Altersbeschränkung der Fall sein konnte, frage ich mich allerdings.
    Interessant finde ich auch deinen Vergleich zwischen Militarismus und Schiesssport.
    Ob es darüber Untersuchungen gibt, inwiefern „Waffennarren“ und Schiessportvereinsmitglieder als Militaristen anzusehen sind?
    Finde es im übrigen nicht gut, dass dieses Messe trotz des Amoklaufs stattfand.
    Liebe Grüsse
    sternenschein

  2. meistermochi schreibt:

    noch jemand der sich an dieses großartige chris rock opening erinnert! ha! die welt ist gut! kann gut sein!

  3. Sebastian schreibt:

    Ja, Chris Rock ist halt ein Gott. Obwohl, nein, er ist ja der 13. Apostel.

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