Wir so an der Kasse… (kennste?)

Ach, das ist ärgerlich: Mein Geburtstag war nun vor ein paar Tagen und nun ging es ans Restekaufen. Ein paar Kopfhörer und Mario Kart DS hätten es werden sollen. Sollen. Sollen. Wir kämpften uns durchs gemütlich schneebedeckte Stuttgart, bis wir es an die Kasse eines unsympathischen Elektronikhändlers geschafft hatten, und unmittelbar, bevor ich bezahlen wollte, fiel es mir ein. Meine EC-Karte war ja abgelaufen, das auch schon seit ein paar Tagen. Die neue lag auch irgendwo, aber halt irgendwo zu Hause („jaja“ höre ich meine alte Englischlehrerin raunen, „da liegt sie sicher“ – so wie einst die Hausaufgaben, die lagen auch immer sicher auf dem Schreibtisch). Marsch zurück, Planänderung. Steffi holte ihrer Karte, das verloren geglaubte Spiel konnte nun gekauft werden. Aber, peinlich peinlich: auch ihre Karte war abgelaufen, wie die nicht so freundliche Kassenfrau feststellte. Das wusste sie vorher nicht, denn eine neue Karte wurde ihr noch nicht zugeschickt. Die ist nämlich laut Kreditfachverkäufer, den wir hinterher konsultierten, nicht zustellbar gewesen, warum weiss auch wieder nur der Teufel. Hör- und Spielgenuss zerflossen ein weiteres mal zwischen meinen Fingern.

Geht weider: Wir hatten (nach einem eh geplanten Buchkauf) noch 10 Euro in bar auf der Kralle, mit denen wir den heutigen Einkauf planten, als und einfiel: oh, morgen ist Feiertag (welcher, weiss ich auch nicht). Das ist grundsätzlich kein Problem, sind wir doch sehr genügsam, wenn es sein muss. Doch auch hier ging es auf der Peinlichkeitsskala steil nach oben, als wir, den Wagen durch geschicktes Preismanagement vollgepackt, irgendwie doch ohne Geld dastanden. Das war uns scheinbar abhanden gekommen. Also einen größeren Teil der Waren stornieren lassen, den Rest mit eilig zusammengekratzem Kleingeld bezahlt und beim Einpacken festgestellt, dass der Schein sich in der Tüte mit dem Buch befand. Nochmal hintendran, die stornierten Waren wieder rausgeben lassen und ab dafür. Die Frau nach uns hatte auch kein Geld, die musste jetzt nochmal schnell nach Hause, den Sohn hat sie dagelassen, um auf die Waren aufzupassen, auch das verstand ich jetzt nicht.

Alternative wäre gewesen, nach Hause zu fahren, die Karte zu holen, und das ganze Programm mit einer lässig gezogenen Karte durchzuziehen. Aber es war halt wirklich kalt. Die Frage ist doch, warum Karten überhaupt ablaufen. Nach umme Milch jetzt umme Karten, oder was?
Aber morgen ist ja Feiertag, Gott sei Dank (denk ich mal, dass das was mit Gott zu tun hat).

Ach, das war jetzt alles so oberflächlich, haha, Einkauf, kein Geld an der Kasse, 50er Jahre hallo, jetzt noch ein bisschen Gesellschaftskritik aus Japan für’s Niveau:


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8 Antworten zu Wir so an der Kasse… (kennste?)

  1. bullion schreibt:

    …denn mal nachträglich alles Gute! 🙂

  2. Sebastian schreibt:

    Danke 🙂 Auf die Filmwelt übertragen heisst es wohl „28 years later.“

  3. juf schreibt:

    Wer so ein aufregendes Leben hat, braucht doch keine Nintendo DS. Dieses Foto von Dir übrigens: Singst Du da Karaoke?

  4. Sebastian schreibt:

    Ja, da singe ich entweder Avril Lavigne oder The Clash.

  5. MuGo schreibt:

    Vorletzter Absatz: WTF???

  6. MuGo schreibt:

    Hm, jetzt versteh ich den Absatz erst – man darf ihn nicht versuchen, mit der Frau aus dem Absatz davor in Verbindung zu bringen!

  7. Sebastian schreibt:

    Nee, stimmt, das darf man natürlich nicht. Könnte man aber, wenn ich so drüberlese. Aber nun ist es zu spät.

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