Die Zunge Europas

Die Karten für Heinzis Lesung am 05.11. sind vorbestellt, 4 Stück, denn auch die Quasi-Schwiegereltern (der Tag wird kommen, an dem man das „quasi“ weglassen kann, aber noch wehre ich mich standhaft!) wollen weiter ins Strunk-Universum eingeführt werden. Das klappt bis jetzt ganz gut.

Ein wenig skeptisch bin ich aber schon, was das neue Buch angeht. Das aktuelle Grußwort liest sich ein wenig fad und ärgerlicherweise kündigt er schon an, stilistisch ein wenig massenkompatibler geschrieben zu haben. Frei nach Johannes Baptist Kerner: Man muss die Tonne rausstellen, so lange es regnet.
Ich hoffe, es wird nicht ganz so dramatisch. Die Thematik ist ganz interessant, aber sie hat auch das Potential in Jaud’sche Untiefen hinabzusinken. Daumen drücken!

(Am 09.11. geht es dann für Heinz Strunk übrigens durch die Nacht mit H.P- Baxxter. Ich bin überfragt, wie ich dem begegnen soll.)


(stratosphere)(CC)

Aufruf mit Background: Vor vielen Jahren hatte Jürgen von der Lippe in seiner Sendung Wat is? eine Frau zu Gast, die beruflich wohl sowas war wie Linguistin oder Redundantin oder so, jedenfalls beschäftigte sie sich auch mit der Thematik der Redundanz in Dialogen. Als Beispiel wählte sie einen Strandspaziergang, in der einer der Spaziergänger sagt: „Oh, guck mal, da vorne ist eine Qualle.“ Das ist unnötig zu erwähnen, meinte sie, schließlich sieht die ja jeder. Man könnte doch vielmehr sagen „Hm, die Qualle da vorne, ob die wohl…?“ und den Rest habe ich vergessen, die Fortführung „…tot ist?“ erscheint mir jedenfalls ebenso unnötig. Ich finde, man kann aber ruhigen Gewissens auf eine Qualle hinweisen, und zwar wie man möchte, schließlich geht es ja nicht darum, tatsächlich deren Existenz festzustellen, sondern bloß ein Gesprächsthema einzuleiten. Das hat die Frau nicht verstanden.

Aber darum ging es mir garnicht, das war nur der Background, jetzt kommt der Aufruf: Aufgrund dieser Thematik etablierte sich der Begriff „Quallensatz“ in Steffis und meinem Wortrepertoire, welcher immer Anwendung findet, sollte jemand von uns the obvious staten. Und weil wir total witzig und crazy sind, haben wir diesbezüglich (zuviele Amtsformulare in letzter Zeit) eine studifotz-Gruppe gegründet mit dem Namen „Guck mal da, eine Qualle“. Natürlich waren wir lange die einzigen beiden Mitglieder, aber für ganz kurze Zeit hatten wir ein Ehrenmitglied. Ich habe nur mal kurz rübergeschaut und mir den Namen nicht gemerkt, und irgendwann hat die Person uns wieder verlassen. Bitte melde Dich!

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5 Antworten zu Die Zunge Europas

  1. MuGo schreibt:

    HP Baxxter vs. Heinz Strunk

    Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Die absolute Langeweile oder die brillianteste Fernsehunterhaltung seit Menschengedenken. Aber ich befürchte ersteres…

  2. HerrSalami schreibt:

    Hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun, aber:
    Ist das eine bewusste Anspielung auf „Das absolute Glück“ von PeterLicht mit der Blog-Unterschrift („Wo du bist…“)?

  3. Sebastian schreibt:

    Übrigens ein feines Blog hast Du da, und ich mag nichtmal Fußball.

  4. HerrSalami schreibt:

    Schön! Und danke für das Kompliment. Habe gleich mal deinen Blog in meine Blogroll aufgenommen.

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