Tiger uppercut

Klar rede auch ich mir ein, ja natürlich nur für mich zu bloggen und dass es egal ist, was sonst so geschieht bei den anderen, keine Beeinflussung, nieeeee.

Aber dass das Bullshit ist, merke ich jedesmal, wenn ich jemand neues entdecke, der/die so viel besser schreiben kann und stante pede den Drang verspüre, sofort mit dem Schreiben aufzuhören und alles zu löschen, weil es einem angesichts der neuentdeckten Hoch-, besser Tiefliteratur sehr peinlich ist. Diese ganzen flachen Gedanken eben, die man bisher für richtig gehalten hat, aber dann argumentativ wie stilistisch hinter-fragt und vor-die Fresse gehauen bekommt.

Naja, aber dann verbucht man das alles wieder unter Erkenntnisgewinn und macht dann doch wieder weiter, ein bisschen schlauer. Ich habe die letzten 2 Tage ein Blog von vorne nach hinten (oder hinten nach vorne – das ist bei Blogs nicht so einfach) durchgelesen und ein Stück von mir ist gestorben. Aber das war ein schwaches Stück, jetzt bin ich stärker.

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14 Antworten zu Tiger uppercut

  1. saripari schreibt:

    Glaub mir, ich gehör auch in deinen Club.

  2. Paul schreibt:

    Und das schlimme ist, dass es in allen Bereichen des Lebens so abgeht.

    Verdammter Mist.

  3. refu schreibt:

    Immer wieder beruhigend, dass es letztlich allen gleich geht.

  4. MuGo schreibt:

    Verlinken!

  5. Sebastian schreibt:

    Gerne: http://silent-diva.blogspot.com/

    Ist allerdings alles alles sehr umfangreich und ausführlich, ich empfehle zum Einstieg das vergleichsweise(!) locker zu lesende

    http://silent-diva.blogspot.com/2008/04/bses-erwachen-im-wachsfigurenkabinett.html

    Sara würd’s auch gefallen.

  6. .markus schreibt:

    Witzigerweise dachte ich sofort an Silent-Tiffy, als ich deinen oberen Eintrag noch ohne unteren Link las. Bei ihr möchte man unter jeden Eintrag schreiben: Danke! Wann kommt das Buch?

    Es ist das einzige Blog, von dem ich schon Einträge ausgedruckt habe…

  7. Frank schreibt:

    Ging mir seinerzeit auch so, dass ich da viel draus gelesen habe. Die Tiffy kann das, das kommt bestimmt alles mal als Buch raus. Trivia: Tiffy hat ja auch mal ein zwei ihrer Einträge ins Craplog geworfen, was definitiv eine Bereicherung war.

    Dein Blog ist aber auch gut, Seppl, da habe ich auch schon viel rumgestöbert. Dein Schreibstil ist ein — fällt mir kein passenderes Wort für ein — bodenständigerer, klar. Aber das macht deine Geschichten für mich nicht weniger interessant. *hudel*

  8. Sebastian schreibt:

    Wenn wir schon beim Kuscheln sind, ich bin auch sehr dankbar für deinen Gevatter Zufall 🙂

  9. johnny schreibt:

    Nun, diesen schriftlichen „Landminen“, sollte man nicht so viel Bedeutung bei messen. Generell Blogs eigentlich nicht.

    Ich kann mich noch daran erinnern, wie es mit einem 56k Modem und offline geschreibenen Texten began. Die wurden dann hochgeladen und in ein Texte-Projekt eingebunden, das man meist zusammen mit Kumpels hatte. Also Texte mit Anfang, Mitte und Ende – meist banale Dinge mit einem Schuss Witz versehen. Ich erinner mich da gern dran zurück, an die Pionierzeit sowohl des Internets als auch dieser Projekte. Die kamen in der Breite nicht so an, aber es war ein tolles Hobby. Jahre später kamen dann die Blogs auf, die inhaltlich eher Fragmente und Gedankenfetzen enthielten/enthalten. Woran das mit der „inhaltlichen Zersplitterung“ liegt, kann ich nicht genau sagen, ich schätze das ist die Ausdrucksform des neuen Jahrtausends (huh?). Zu beobachten ist, dass manche anfangs Tempo und Qualität vorweisen, die ihresgleichen sucht. Aber irgendwann hat man sich dann oft „leer geschrieben“. Ist vielleicht nicht bei allen so, aber oft.

  10. Sebastian schreibt:

    Ich gebe offen zu, die Intention dieses Kommentars nicht völlig verstanden zu haben, aber danke.

  11. Silent Tiffy schreibt:

    Bewege mich emotional gerade zwischen Erröten und schlammigen Wogen von Unverstandensein. Es schmeichelt meinem Teint, was ich hier lese, aber ganz ehrlich: mir geht es ganz genau so mit den Schreiben anderer Leute. Da lese ich drüber und fang sofort an zu heulen, weil die Dichte, Phantasie, weil Humor, Sprachgewalt und Einfallsreichtum mich umhauen. Und verglichen damit ist dann mein Geschreibsel nichts als der Spiegel meiner Banalität. Das ist sehr verletzend, wenn man sich jahrelang was darauf einbildet, sensibel, empfindsam, intensiv zu sein… und alleine damit. Wie auch immer. Wenn ich hier und da Lobgesänge vernehme, schäme ich mich jedesmal. Denn wenn man das alles entmystifizieren würde, wenn der Leser Einsicht bekäme in die tatsächliche Beschaffenheit des fabrizierenden Kopfes, dann wäre da weit weniger Glitz und Glamour dran. Mein kostenloser Tipp: aufhören zu denken, aufhören, Gewichte an alles dran zu hängen. Mich kotzt diese Competition zwischen Bloggern und Schreibern im Allgemeinen total an. Nicht nur ist es unschön, es mitansehen zu müssen, in erster Linie behindert es die Entfaltung der eigenen Kreativität. Es gibt keine Konkurrenz. Behalte den letzten Satz und hämmere ihn dir nach und nach ins Herzchen. Das hilft.

  12. saripari schreibt:

    Danke noch mal für den Link, ich find’s sau gut 😀 Aber echt krass umhauend.. Depression und so..

  13. johnny schreibt:

    Beobachtungen teilen?

  14. matt schreibt:

    ist es auf der anderen wiese denn nicht immer grüner??

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