Ouroboros

Auf meinem lebenslangem Feldzug mich bei möglichst vielen Menschen durch unbeliebte Aussagen verhasst zu machen, damit sie nicht mit mir reden und ich vor den Leuten, die über sowas wie „eigene Meinung“ nicht hinwegsehen können, danach meine Ruhe habe, möchte ich folgendes zu Protokoll geben: LOST ist wie Dan Brown’s Bücher.

Sobald man durchschaut hat, warum es spannend ist, ist es berechenbar und man erkennt die Inhaltslosigkeit und Abgedroschenheit. Etwas, wovon man zunächst viel „erwartet“ entpuppt sich als Müll. Langweiliger, sich stehts wiederholender Müll. Man liest/schaut es, frisst es in sich hinein, und wenn man fertig damit ist, dann hat man einfach nichts mitzunehmen, denn da war auch nichts mitzunehmen, außer der Enttäuschung, dass die ganze Spannung umsonst aufgebaut wurde, damit es interessant bleibt. Und das wohl nur, weil die Autoren einfach nichts anderes können, als solches Zeug zu verzapfen (vgl. alle Dan-Brown-Bücher; vgl. die Marketingkampagnen von CLOVERFIELD und LOST).

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20 Antworten zu Ouroboros

  1. Paul schreibt:

    Ja, Dan Brown-Bücher… Immer dasselbe. Das einzige was sich da geändert hat waren die Namen der Hauptdarsteller.

    Lost ist in der Hinsicht aber besser gemacht. Bei Dan Brown hab ich nach dem Beginn des Lesens des zweiten Buches halt gemacht und es hat Klick gemacht, dazu bedurfte es bei Lost ein wenig mehr Zeit.
    Finde beides dennoch unterhaltsam. Die Bücher lese ich zwar nicht mehr, aber dafür gucke ich die Serie, solange ich nichts anderes zu tun habe und sich der Inhalt darin nicht zu sehr wiederholt bzw. zu abstrus wird.

  2. refu schreibt:

    Letztlich trifft dieses Konzept auf einen Großteil der Bücher, Filme und Serien zu, die Frage ist eher, wie gut es umgesetzt wurde.

  3. Frank schreibt:

    Jack: No, you stay here, Kate!
    Sawyer: Nice boobs, Freckles.
    Locke: It’s the Island.
    Michael: I want my son back!

  4. bullion schreibt:

    Da strifft bestimmt auf einen Großteil der popkulturellen Unterhaltung zu – besonders Serien müssen in einem gewissen Maße nach diesem Konzept gestrickt sein. Doch mal ehrlich: Wenn es so unterhaltsam (und größtenteils durchdacht) ist, wie bei „Lost“ dann doch bitte mehr davon!

  5. Sebastian schreibt:

    Lost das das Größte. Keiner weiss, wohin es geht, am wenigsten die Autoren, von daher. Meine Befürchtung ist aber die, dass die Erwartungen so hoch geschraubt werden, dass sie nur enttäuscht werden können.
    Es ist vielleicht nicht so schwer, das Konzept des Spannungsaufbaus zu hinterschauen, aber ich finde es trotzdem genial, weil die Story an sich, die wirklich nicht vorhersehbar ist, einfach genug hergibt.

    Aber Franks Liste ließe sich vielleicht fortführen.

    Hurley: Dude… hey… dude… I mean, really… dude
    Charlie: What the…?
    Jin: Other… other…
    Sahid: Never again!

  6. MuGo schreibt:

    Auch wenn ich Lost nicht kenne, muss ich diese Art von Unterhaltung auch unterstützen: Das jesus-Video von Andreas Eschenbach ist eines der unterhaltsamsten Bücher überhaupt und auch andere Bücher im Dan-Brown-Stil haben was für sich – entweder, weil man gar nicht merkt, dass man gequirlte Scheiße liest oder weil sie so offensichtlich ist, dass man schon beim Lesen die logischen Fehler findet. Schlimm wird es nur, wenn die Leute kein gescheites Ende schreiben können, wie zum Beispiel Schätzing in Der Schwarm.

  7. Paul schreibt:

    Das Ende vom Schwarm war ja wirklich sowas von enttäuschend… Alle tot, Schluss. Mies.
    Ich fands ab da blöd, wo sie das Viechzeugs Yrr genannt haben. Da gings bergab.

  8. bullion schreibt:

    Ich fand Schätzings „Der Schwarm“ eigentlich recht konsequent… hat mich sehr an „The Abyss“ erinnert, das Ende…

  9. MuGo schreibt:

    Nee, ich weiß nicht – das einzig coole am Schwarm war, dass im Laufe der Handlung alle potenziellen Helden gestorben sind. Aber diese Sicherheitsberaterin – mein Gott, was war das für ne seltsame Figur! Also im Endeffekt fand ich das Buch wegen des Endes einfach nur enttäuschend.

  10. causa prima schreibt:

    Nene, nicht mit mir. Diese eklige „in der Folge behandeln wir nur diesen einen, machen dann einen großen Cliffhanger um dann in der nächsten Folge etwas ganz anderes zu zeigen (mit Cliffhanger), damit niemand merkt, dass die Clifhanger nur dazu da sind um die Leute bei der Stange zu halten, obwohl die „Auflösung“ einfach nur lahm ist“-Zeugs geht mir an die Nieren, sowas kann ich mir nicht ansehen. Da ist mir auch zu viel „Deus Ex Machina“-Zeugs drinne, mit dann zusätzlich auch noch Cliffhanger geschaffen werden. Die ganze Serie ist ein einziger Cliffhanger. Und Rückblende.

    Und von wegen „keiner weiß, wohin es geht“ – Einige werden sterben, die Meisten werden aber gerettet werden. In der letzen Folge. Und so lange die Serie noch geschaut wird und sich damit Geld verdienen lässt, werden einfach weiter Cliffhanger gefunden und wenn die mal ausgehen, dann ist da ja noch die misteriöse Insel selbst, dann kommt ebend irgend ein Ungeheur ins Spiel. Oder irgend ein Gebäude auf dieser anscheinend unendlich großen Insel. Ich warte nur noch darauf, dass die da irgendwo eine riesige Wüste finden. Oder ein das Alienes irgendwo landen. Oder Godzilla auftaucht und alles zerstört, gefolgt von japanischen Panzern und Infanterie. Oder das einer der Eisbären da ein Baby verstößt und das dann von Hand aufgezogen wird, am besten von dem Dicken.

    Ich habe nicht alle Lost-Folgen gesehen, ich schau mir das nur nach Supernatural mit an (und seit die Serie kommt, ist glaube ich die 3. Staffel schon in Gange gewesen, davor hab‘ ich nie reingeschaltet), da ich den Fernseher nicht ausmachen möchte, bis wieder irgendwo was besseres kommt (mein Fernseher hat ja auch keine Fernbedienung). Und von Dan Brown habe ich auch nur „Diabolus“ gelesen. Trotzdem erlaube ich mir die Meinung, weder Dan Brown noch Lost zu mögen. Nur, damit ihr hier sagen könnt „He, du bist bei Lost ja garnicht drin!“ oder „He! Sakrileg ist ganz anders, da geht es um Kirche und nicht um Kryptographie!“, damit ich dann sagen kann „Hinter dir! Ein dreiköpfiger Affe!“

  11. Sebastian schreibt:

    Ja, aber das ist das Problem. Du versuchst uns den Wind aus den Segeln zu nehmen, indem Du die Argumentation schon vorwegnimmst. Aber genau das ist nunmal die Argumentation. Lost lässt sich nicht mittendrin anfangen und bewerten. Die Rückblenden kannst Du zum großen Teil garnicht verstehen ohne die Folgen von früher. Alleine was Locke angeht. Ob die nachher alle gerettet werden? Du weisst es nicht. Das ist nicht Gilligans Island, es geht nicht primär um die Rettung von der Insel. Die ganze Aufdröselung der Dharma-Initiative zum Beispiel ist sehr zentral, aber die stand eher in der zweiten Staffel im Mittelpunkt.
    Bis jetzt hat sich pro Staffel ein Themenschwerpunkt herauskristallisiert (was auch von einem Macher bestätigt wurde)
    Staffel 1: Die Insel
    Staffel 2: Die Stationen
    Staffel 3: Die Anderen
    usw.

    Natürlich kannst Du Dir erlauben, Lost nicht zu mögen. Da gibt es viele. Auch muss Dir das Konzept nicht gefallen. Aber zu behaupten, Du hast aufgrund der dritten Staffel die ganze Serie verstanden und weisst, wie es ausgeht, ist einfach lächerlich. Anscheinend unendlich groß muss die Insel ja auch garnicht sein. Lass sie 20×30 Kilometer groß sein, da ist genug Platz für 5 Staffeln (auf die die Serie von vornherein ausgelegt ist, was nur evtl. durch den Autorenstreik ein wenig flexibler wird).

  12. causa prima schreibt:

    Das Argument kommt ja immer. Was sind das denn für Bezüge auf frühere Folgen bzw. was verstehe ich denn warum garnicht?
    Und doch bin ich der Meinung, dass es primär um die Rettung von der Insel geht. In vielen Rückblenden auf frühere Inselzeiten wird sowas gesagt wie „wir kommen hier schon weg“. Alles Handeln ist momentan darauf ausgerichtet, wegzukommen. Das war es bestimmt auch in der ersten Staffel (ich mein: wer denkt das kurz nach einem Flugzeugabsturz nicht?) genau so, und jetzt, mit dem Satellitentelefon, ist es auch so. Vorher hätten sie es in dieser Funkstation von dem Russen auch versucht, wenn Locke nicht das Ding in die Luft gejagt hätte.
    Ich hab‘ nicht gesagt, dass ich die ganze Serie verstanden habe, sondenr nur, dass ich die Machart bzw. das Prizip der Serie verstanden habe, eben wie bei Dan Brown’s Büchern. Immer wieder Cliffhanger, die Story trappelt Mäuseschritte und bei Lost gibt es dann immernoch den Deus Ex Machina und die misteriöse Insel, die immer wieder Stoff liefert. Ich meine damit z.B.: Die haben sich jede Chance auf Rettung verbaut, plätzlich fällt einfach eine Helikopter mit Frau mit Satelitentelefon vom Himmel. Oder die Sache mit der Ex- und der neuen Freundin vom Doktor, der die Tumoroperation gemacht hat: Laufen allein durch den Wald. Damit das ganze dann auch noch einen Cliffhanger bekommt, erscheint irgend ein Insel-Monster. So hangelt sich das ganze dann mit unerklärlichen und auch unerklärt bleibenden Mysterien von Folge zu Folge, kommt es mir vor. Aber ich kenne ja nur die dritte Staffel und die Trailer zu den anderen Episoden, die mir im Gedächnis geblieben sind.

  13. saripari schreibt:

    Die einzigen Cliffhanger, die ich in meiner langen Lebenslinie als TV-Mensch mochte, waren die bei ALIAS, die sowieso ja die beste Serie überhaupt war.

    Lost habe ich nur so lange geguckt bis auf einmal irgendwelche komischen Monster auftraten und das eher zu Science-Fiction machten..

  14. Sebastian schreibt:

    Ist die Tatsache, dass das Argument immer kommt, jetzt ein Hinweis darauf, dass es Blödsinn ist? Oder könnte es nicht einfach ein gutes Argument sein.

    Die Rückblenden bieten zwar immer eine Story, die für sich steht, aber nur im Ganzen erkennt man, warum die Personen handeln, wie sie handeln und wie sie in Verbindung zur Insel stehen. Es ist unglaublich, wieviele kleine Hinweise es in diesen Rückblenden auf die Zukunft gibt, dagegen ist Fight Club einfach ein Witz.
    Du hast das Prinzip jeder einzelnen Folge verstanden, aber das ist kein Kunststück, wirklich clever ist das ja auch nicht. Das große Ganze entwickelt sich natürlich nur in Mäuseschritten, aber Du tust fast so, als wäre das ein Nachteil. Das ist aber weder gut noch schlecht, das ist einfach das Konzept der Serie und es gefällt mir.
    Das Monster taucht jetzt auch nicht unvermittelt auf, es kommt immer mal wieder und ob es ein Monster ist, weiss auch keiner. Ich tippe eher auf Nanotechnologie.
    Das Handeln ist primär aufs Überleben und Zurechtkommen ausgelegt, und alle 10 Folgen gibt es mal eine Theorie, wie man wegkommen könnte. Dass Funkstation und Sat-Telefon so nah beieinander lagen, war diesemal tatsächlich nur Zufall. Das Wegkommen wurde ernsthaft eigentlich nur in der ersten Staffel thematisiert.

    Du und auch sonst niemand kann sagen, wie es am Ende ausgehen wird. Und wenn Du noch so oft verstanden hast, dass es am Ende jeder Folge ein Deus Ex Machina gibt (was ich, ehrlich gesagt, auch für eine gewagte Theorie halte – die meisten Folgen enden eher resignierend).

    Oder soll das eher so ein intellektuelles Schwanzmessen werden, wie sehr Du alles durchschaut hast? Ich fürchte, dafür langen Deine Erkenntnisse einfach noch nicht. Was Du hier aufzählst ist halt ziemlich offensichtlich und es wird kein Geheimnis draus gemacht.

  15. causa prima schreibt:

    Also ein Argument, dass immer wieder kommt, aber nie irgendwie ordentlich belegt wird, ist einfach kein Argument. Ich frage also nochmal: Warum kann ich die Serie jetzt denn nicht mehr verstehen? Vielleicht hast du es ja schon gesagt und ich Dussel mal wieder nicht verstanden.

    Die Rückblenden sind eigentlich nur da, um die Charaktere besser zeichnen zu können, weil man es innerhalb der normalen Handlung nicht schafft.
    Ich will nur sagen, dass das Prinzip, dem die Serie folgt, nichts neues ist und die Serie auch nicht so wahnsinnig anders und innovativ ist, wie oft getan wird. Es ist einfach nur eine Akkumulation von Cliffhanger-Effekten. Und ich würde fast sowaeit gehen und sagen, dass da einfach nur bei Dan Brown abgekupfert wurde. Aber ein gut laufendes Prinzip muss man ja auch nicht ändern, verstehe ich auch. Ich mag es aber einfach nicht.

    Das alle von der Insel wegkommen ist das warscheinlichste Serienende. Außerdem gibt es nicht am Ende jeder Folge einen Gott aus der Maschine (hab ich nie behauptet); nur wenn sie vor Problemen stehen, die sie selbst nicht einfach so lösen können. Diese Fallschirmfrau war das beste Beispiel: Sie ist da schwer verletzt..wer kommt ZUFÄLLIG auf dieser riesigen Insel vorbei? Der totgeglaubte Augenklappen-Typ, der natürlich auch noch jede Menge von Medizin versteht!

    Nein, kein Schwanzmessen. Sowas brauch ich nicht. Ich mag die Serie einfach nicht und zähle Gründe auf, warum das so ist.

  16. Sebastian schreibt:

    „Warum kann ich die Serie jetzt denn nicht mehr verstehen? Vielleicht hast du es ja schon gesagt und ich Dussel mal wieder nicht verstanden.“

    Weil in den ersten beiden Staffeln viel zum Background der Insel und der Motive aller Beteiligten und der Dharma-Initiative erläutert wird, was sich stark auf den Verlauf der Serie inkl. wahrscheinlich dem Ende auswirkt. Das ist jedenfalls meine Meinung. Außerdem kann es natürlich sehr gut sein, dass letztendlich alle von der Insel gerettet werden. Aber WIE das geschieht, wäre ja noch völlig offen. Da gibt es Tausende Möglichkeiten.

    Natürlich sollen die Rückblenden auch dazu dienen, die Figuren zu zeichnen. Das ist doch klar. Das meine ich ja auch, wenn ich sage, dass die Rückblenden auch gut für sich stehen. Aber darüberhinaus gibt es auch viele Hinweise auf die Zukunft, oft versteckt in irgendwelchen Fernsehsendungen, die im Hintergrund laufen oder der Tatsache, dass alle Beteiligten in einem großen Rahmen vorher schon miteinander zu tun hatten (so ähnlich wie in Babylon). Auf solche Dinge zu achten, macht den Reiz der Serie aus.

    Du glaubst halt, dass die Pilotin ZUFÄLLIG auf der Serie gestrandet ist. Aber da ist noch nie etwas ZUFÄLLIG passiert. Letztendlich hat sich alles in ein großes Bild gefügt. Ob die Autoren dieses Bild erst nach der Landung gezeichnet haben, ist aber für das Serienuniversum völlig unerheblich.

    Abgesehen davon schafft die Serie vielleicht auch nicht, die Figuren auf der Insel tief zu zeichnen, weil so viel Zeit für die Rückblenden draufgeht 🙂

    Es wäre vielleicht auch langweilig, nur die Insel zu zeigen. Am Anfang habe ich darüber anders gedacht, aber inzwischen halte ich die Rückblenden für mindestens genau so wichtig. Die sind keine Notlösung, die gehören einfach zu 50% zur Serie, weswegen man auch im Grunde nichtmal sagen kann, in Lost geht es um Leute, die auf einer Insel gestrandet sind.

    „Ich will nur sagen, dass das Prinzip, dem die Serie folgt, nichts neues ist und die Serie auch nicht so wahnsinnig anders und innovativ ist, wie oft getan wird.“

    Tja, und ich denke, hier liegst Du falsch. Es ist ein unverbrauchtes Szenario, dass Konzept des Storytwists wurde in noch keiner Serie so konsequent und gut angewandt wie hier, sie ist vielschichtiger als alles andere derzeit auf dem Serienmarkt. ABER: Natürlich ist es eine Serie. Das Medium Fernsehen ist halt begrenzt darauf, Figuren und ihre Geschichte zu zeigen. Physikalisch bedingt gibt es eine Innovationsobergrenze, die man akzeptieren muss. Und in dem Rahmen ist Lost innovativer als alles andere derzeit. Welche Serie würdest Du jetzt für innovativer halten?

    Innovation gibt es höchstens noch auf dem Sektor des Durchbrechens der vierten Wand, aber hier hat Scrubs glaube ich auch schon alles gemacht, was geht ^^

  17. causa prima schreibt:

    Gut, du kannst recht haben, dass ich deshalb nicht die schnellen Gesinnungswechsel verstehe, die da manchmal passieren scheinen. ABer man kommt trotzdem in der Serie klar wenn man nicht den Anspruch erhebt, alles nachvollziehen zu können. Das kann man in einigen Serien nicht.

    Nene, Zufälle gibt es da also nicht. Der Augenklappenmann war doch tot (? Kann mich nicht so genau erinenrn), was macht der denn da Mitten im Wald? Oder die Tatsache, dass sie ein Satellitentelefon haben, das nicht funktioniert. Gut, dass gerade diese blonde Ärztin da ist, die genau sagen kann, warum das so ist. Oder das der mit dem Tumor eine Waffe in die Hand bekommt, die er garnicht brauchen kann – schließlich tut ihm die Insel ja nichts, er hat nichts zu befürchten und sie wollten nur zu Jakob gehen. Aber gut, dass er die Waffe dabei hatte, sonst könnte er ja nicht auf Locke schießen. Also es gibt bei vielen Serien unlogische Sachen, aber da häuft sich das für meinen Geschmack etwas zu sehr.

    Das ist ja ein wahrer Teufelskreis mit den Rückblenden 😉

    Zu Anfang der Serie währe das ja wirklich ganz in Ordnung, gerade bei so vielen Charakteren. Aber nach drei Staffeln sollte man doch langsam die Hauptcharaktere gezeichnet haben.

    Unverbraucht? Als Robinsonade ist das Szenario nicht unverbraucht: „Robinson Crusoe“ selbst, dann noch Sachen wie „Cast Away“, „The Beach“ oder das größte Lost-Vorbild „Der Herr der Fliegen“, wo wirklich jede Menge abgekupfter wurde. Die Sorytwists sind auch nichts neues auf dem Serienmarkt, jede billige Soap Opera hat sowas zu Haufe drin. Im Vergleich zu anderen Hochwertigen Serien ist es ebend nur neu, aber vielleciht auch nur, weil in anderen hochwertigen Serien nicht so viele Protagonisten sind und deswegen sowas immer nicht so gut möglich ist. Innovativer fände ich jetzt 24, obwohl ich die Serie noch nie gesehen habe. Aber das Konzept einer Serie in Echtzeit find ich, Scrubs ist auch ganz innovativ (wenn auch das ganze Phantasiezeugs so ähnlich schon bei Ally McBeal da war), Babylon 5 war es damals, Die Simpsons auch..mehr fallen mir gerade nicht ein. Gut, in dieser Form gab es so eine Serie noch nicht, aber das kann man von sehr vielen Serien sagen. Die Einzelnen Elemente sind aber schon oft genug vorhanden gewesen und wurden nur zusammengestellt.

  18. MuGo schreibt:

    Auch wenn ich Lost noch nie gesehen habe, muss ich doch Sebastian zustimmen – nach allem, was ich über die Serie gelesen habe, sind so gut wie alle Details von vorneherein festgelegt. Das geht sogar so weit, dass die Leute, die für die Kontinuität zuständig sind, Rüffel bekommen, wenn ihnen doch mal was durch die Lappen geht, weil es sofort die Fandiskussionen im Internet anregt.

    Und was ist an einer Serie innovativ? Also zumindest kann ich nicht nachvollziehen, warum Die Simpsons innovativer als Lost sein sollte. Es ist eine Serie, deren Komplexität sich erst mit der Zeit ausbildet – damit ist sie schon einmal eine von sehr wenigen mir bekannten Serien, Babylon 5 mal vielleicht ausgenommen (neben Star Trek – TNG die einzige sehenswerte SciFi-Serie). Und dass du die fehlenden Hauptcharaktere bemängelst, wundert mich – gerade das macht doch die Originalität von Lost aus. Die Autoren wollten anfangs sogar einige der jetzigen Hauptcharaktere töten, damit es das Prinzip der Hauptcharaktere so in der Serie gar nicht entstehen sollte. Die Produzenten waren dann dagegen, darum gibt es jetzt doch Hauptfiguren. Aber prinzipiell ist das innovativer als alles andere, von dem ich in letzter Zeit gehört habe!

  19. causa prima schreibt:

    Es kann ja festgelegt sein wie’s will. Konstruiert und gezwungen wirkt es trotzdem irgendiwe auf mich.

    Warum die Simpsons innovativer sind? Beachte einfach nur den Zeitpunkt der Erstausstrahlung. EIne Serie, die Humor auf so vielen Schichten gleichzeitig sendet gab es bis dahin nicht.
    Heroes breitet seine Komplexität die ganze Zeit aus, trotzdem schreien nicht alle „INNOVATION!“. Die Breite der Story von Babylon 5 erreicht das ganze auch nicht, den riesigen Erzählbogen erst recht nicht. Fehlende Hauptcharaktere habe ich nicht bemängelt. Da laufen genug davon rum bei Lost. Aber das man nach 3 Staffeln immernoch die Charaktere mit Rückblenden zeichnen muss..wirklich, das versteh‘ ich nicht.

  20. MuGo schreibt:

    Also auch wenn ich dich jetzt nachvollziehen kann, möchte ich doch einwenden, dass die erste Simpsons-Staffel auf mich nicht sonderlich vielschichtig wirkt, sondern im Vergleich mit den späteren Staffeln sogar ziemlich albern. Was ja nicht heißen muss, dass da nicht auch geile Folgen bei wären, aber trotzdem – die Simpsons beginnen für mich mit der zweiten Staffel (oder dritten, ich hab vergessen, mit welcher sie das Studio gewechselt haben).

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