Andere Perspektive

Spiegel Online schreibt:

Der Irak am Abgrund, Taliban-Offensive in Afghanistan – jetzt der Todesschuss auf die pakistanische Oppositionsführerin Bhutto: Für die westlichen Demokratien ist 2007 ein Jahr der Fehlschläge und Enttäuschungen.

Pardon, aber: Die westlichen???

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19 Antworten zu Andere Perspektive

  1. Dennis schreibt:

    Nenne mir eine östliche, funktionierende Demokratie…

    Ist aber seehr ungünstig ausgedrückt, wo der Westen doch gerade wieder eine Abkehr von der Demokratie beschreitet…

  2. Sebastian schreibt:

    Mir ging es ja nicht um östliche Demokratien, die funktionieren oder westliche, die es nicht tun, sondern um diese geile Formulierung:

    Irak: tot. Afghanistan: tot. Pakistan: tot – ein Scheissjahr für den Westen.

  3. Dennis schreibt:

    Solange das Öl fliesst, ist es denen (uns?) doch Scheissegal. Die halten mit 3 Jahren schon ne AK47 in der Hand. Da sind die Mdien wohl ein wenig überfordert…

  4. Dennis schreibt:

    Ohne Editor bin ich ein wenig hilflos…

  5. Ivy schreibt:

    Die erste Frage die mir dazu einfiel war: War das wirklich für alle ein Scheißjahr oder ist „die westlichen Demokratien“ nicht nur ein Euphemismus für George „der dümmere Sohn“ Bush ?

  6. Tante Maike schreibt:

    Wenn 2007 ein scheiß Jahr war will ich nicht wissen was wir zu 2009 oder 2012 sagen werden wenn wir denn noch können,denn es wird nicht besser werden,schon garnicht im Osten! Und wir sind zu wenige,zu kraftlos und zu pleite es zu verhindern!Einfach dumm gelaufen,schlechter Jahrgang (im ersten und zweiten Weltkrieg will ich allerdings auch nicht gelebt haben). Und was würdet ihr jungen dynamischen gesunden starken Menschen mir sagen wie das alles zu ändern wäre? Würde mich interessieren!

  7. Dennis schreibt:

    „Die halten mit 3 Jahren schon ne AK47 in der Hand. “ Muss mich mal selbst zitieren. Da gibts Abgründe, die ein auch nur annährend zivilisierter Mensch nicht nachvollziehen kann. Und das schreckt ab, zumal man ja auch sein eigenes Leben noch zu meistern hat. Ich belasse es jetzt mal dabei, würde einen seitenlangen Blog zustande bekommen

    Gruss

  8. Mit drei Jahren eine AK in der Hand..na und? Das ist ein ganz andere Kulturkreis, das soltle man niemals vergessen.

    Und ja: Für die Westlichen. Irak und Afganistan stehen unter westlicher Fuchtel, Pakistan auf jeden Fall unter westlichem EInfluss, was die Sache mit dieser Oppositionsführerin angeht.

    Und ich würde mir Außenpolitisch weniger Sorgen machen als Innenpolitisch. Die Debatte um Managergehälter war zu schnell vom Tisch, die Rentenfrage/ der Generationsenvertrag ist immernoch keineswegs Zukunftssicher gelöst, Schä8ble ist immernoch Innenminister und die nächsten zwei Jahre ist von unserer Regierung eigentlich nur noch Populistmus zu erwarten, der Wahlkampf beginnt langsam wieder. Auf der Welt mag es bergab gehen, bei uns zuhaus erst recht!

  9. Alexander schreibt:

    Den Kommentar hab ich mir zweimal überlegt , da ich keine Ahnung von Politik hab , aber Demokratie funzt imo nur theoretisch …. im Praktischen siehts anders aus.

  10. Sebastian schreibt:

    Norbert, machst Du mir noch mal ein Halbes und nen Kurzen?

  11. Stammtische sterben doch aus, weil man da nichtmehr rauchen kann. Zumindestens lege ich das jetzt mal so fest.

  12. Sanja schreibt:

    es hat noch nie eine demokratie irgendwo funktioniert wo sie eingeführt wurde (also mit zwang usw.)

  13. Demokratie funktioniert also überall, nur nicht da, wo sie zwangseingeführt wurde? Holt den Champus raus, es ist soweit!

  14. MuGo schreibt:

    Wir können es ja wie mein absoluter Lieblingskommilitone (die einzige Person, der es anscheinend peinlich ist, dass sie aus dem Osten kommt und trotzdem im Osten studiert – ganz kranke Type!) halten: Oligarchie ist das einzig Wahre!

    Ja, er meinte das ernst…

  15. MuGo schreibt:

    Und nun meine Meinung:

    Irgendjemand hat mal gesagt: „Demokratie ist die schlechteste aller möglichen Regierungsformen; nur leider gibt es keine bessere!“ Dem kann ich mich nur anschließen! Und wenn ich sehe, wie hier einige Leute der ach so herrlichen DDR hinterhertrauern, dann tut mir das einfach nur Leid! Intelligente Menschen müssen sich nicht selbst verarschen.

  16. Sanja schreibt:

    du, wenn man unterdrückt wird – ist das scheiß egal von wem.
    demokratie ist aber verlogener als alle anderen systeme. sie gaukelt einem vor man hätte eine wahl.
    Frederic Beigbeder bemerkte weise:
    http://wennsanjasichlangweilt.wordpress.com/2007/04/14/3990/
    #Wir leben im ersten System der Herrschaft des Menschen über den Menschen, gegen das selbst die Freiheit nichts ausrichten kann. Im Gegenteil, es setzt ganz und gar auf die Freiheit, seine größte Entdeckung. Jede Kritik lässt es besser dastehen, jedes Pamphlet nährt die Illusion seiner heuchlerischen Toleranz.
    (…)
    Das System hat sein Ziel erreicht: Auch der Ungehorsam ist eine Form des Gehorsams geworden.#

    und es ist „seltsamerweise“ keine seltenheit dass die ehemaligen bewohner den kommunistenstaaten nachtrauern. aber leider können weder du noch ich das gerechtfertigt (wir haben es aufgrund unserer jugend einfach nicht bewusst miterlebt) begründen ob und warum es damals besser oder schlechter war.

  17. Sanja schreibt:

    (anmerkung: obiges kommentar richtete sich an mugo)

  18. Problem an der Demokratie: Die Macht des Einzelnen ist nur homäopatisch größer als die, die er in einer Diktatur hätte. Das ist alles Placebo 🙂
    Sanja’s Kommentaraussage erinnert mich an die Hirnforscher, die sagen, dass wir garnicht bewusst entscheiden, sondern unser Gehirn reflexartig einfach Entscheidungen nach Schema F ausführt. Sicherlich ist das so, aber das hat seine Gründe, gute Gründe. Sehr sehr gute Gründe. Ich kann lieber Sprechen als toll Städte aus dem Gedächnis zeichnen oder Telefonbücher auswendig. Soll heißen: Schön, dass das auch Leute merken, aber was bringt uns das? Demokratie gab es schon im antiken Griechenland in ähnlicher Form wie heute, und auch da wurden schon die selben Probleme festgestellt. Seit dem hat sich aber keine andere Staatsform entwickelt, die sich durchsetzen konnte; vielleicht auch, weil die Vorraussetzungen die Falschen waren.

  19. MuGo schreibt:

    @Sanja:

    Wenn mir jemand erzählt, dass es besser ist, vom Staat gesagt zu bekommen, was man später wird, als selbst die Wahl zu haben, was aus einem werden soll – selbst mit der Gefahr, sich falsch zu entscheiden – dann maße ich mir an, das für eine grausame Art der Selbstaufgabe zu halten. Demokratie gibt mir wenigstens die kleine Chance, dass ich selber am Ende der Herr über mein Leben bin.

    Natürlich sind Sozialismus, Kommunismus und Anarchie erstrebenswert. In der Theorie. In der Praxis werden sie meiner Meinung nach immer daran scheitern, dass Menschen nach Geltungssucht streben. Vielleicht nicht alle, aber viele. Und wenn es nur fünf Prozent wären, die sich um jeden Preis profilieren müssen: Sie werden jede Chance ausnutzen, die ihnen ein gleiches und gerechtes System bietet, um andere zu übervorteilen oder hinter sich zu lassen. Würde ich mich des sozialen Friedens Willen mit der Gesellschaft arrangieren, wenn ich darauf keinen Bock habe? Vielleicht – aber sicherlich nicht freiwillig!

    Nenne mir eine Regierungsform, die es mit der Demokratie aufnehmen kann – solange dies geschieht bleibe ich dabei: Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – es gibt nur keine bessere!

    @Heinz:

    Dem kann ich nicht so zustimmen – es gibt Möglichkeiten, die Gesellschaft zu ändern. Geh auf die Straße, verprügele den erstbesten Rentner, der vorbei kommt und Robert Koch wird sofort das Gesetz für dich ändern.
    Nein, ich kann dem nicht so ganz zustimmen. Natürlich ist der Einzelne ansich erstmal nicht in der Lage, etwas zu ändern. Was ist schon ein Achtzigmillionstel? Aber man hat Möglichkeiten! Ich habe Zivi im Hospiz gemacht. Damit werde ich jetzt sicherlich nicht der nächste Bundeskanzler, aber ich habe mitgeholfen, dass die Gesellschaft in einer ihrer Facetten ein bisschen „besser“ geworden ist (aus meiner Perspektive natürlich – jemand anders mag das ganz anders sehen). Immerhin bin ich am überlegen, ob ich nicht einen Hospizhelferkurs machen sollte, um weiterhin an der Verbesserung unserer Gesellschaft (wenn auch wie gesagt nur in einem begrenzten Rahmen) mitzuwirken. Das gleiche gilt fürs Blut spenden: Ich sorge mit dafür, dass niemand bei uns verbluten muss, weil sein Geld nicht für Blutkonserven reicht. Natürlich kann auch eine irgendwie geartete Diktatur (Ob sie nun Oligarchie, Monarchie oder Faschismus heißt, ist dabei irrelevant) dafür sorgen, dass diese Sektoren abgedeckt werde – dafür bedarf es mich als Individuum nicht. Aber das tolle an einer Demokratie ist doch, dass ich selber entscheiden kann, was ich tun und lassen will und mir keiner reinreden kann. Natürlich werden einem Grenzen gesetzt und ehrenamtliches Engagement war meines Wissens nach in gewissen maßen auch in den „kommunistischen“ Staaten möglich (vielleicht nicht gerade Hilfe für Obdachlose, aber Blutspenden oder die Mitarbeit im Taubenzüchterverein sollte ohne Probleme möglich gewesen sein). Was aber der gewaltige Unterschied ist: Im real existierenden Sozialismus (man sollte endlich einmal einen Terminus einführen, der ehemalige Ostblockstaaten bezeichnet ohne das Wort kommunistisch oder sozialistisch im gleichen Atemzug verwenden zu müssen) konnte ich nur akzeptieren oder protestieren – und dafür bestenfalls weggeschlossen werden. In einer Demokratie kann ich entweder akzeptieren oder protestieren – und kann dafür nicht belangt werden. Oder besser: Man sollte dafür nicht belangt werden können. Und das sehe ich als ein Hauptproblem unserer Gesellschaft an: Dass wir uns von der Demokratie abwenden, einfach, weil die Mehrheit nicht mehr in der Lage ist, tolerant zu sein. Dies macht mir vielmahr zu schaffen als die Frage, ob ich wirklich frei bin.
    (Eine Frage, die ich übrigens verneinen würde – ich habe mich gegen Dokumentarfilm als Studienfach entschieden, sondern für Verkehrsingenieurwesen. Das ist eine ganz klare Entscheidung zum Geld verdienen. Und damit kann ich nie frei sein. Vielleicht kann ich glücklich werden, das ja, aber nie frei!)
    Zu deinem letzten Satz: Ja, das wollte ich mit meinem Zitat ja gerade ausdrücken – alle kennen die Probleme, die die Demokratie mit sich bringt; aber jeder Staatsformwechsel bringt andere Probleme, die man nicht einfach aufwieden kann. Schließlich soll man bekanntermaßen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    @All:
    Sorry, dass ich so auf dem Sowjetkommunismus rumgehackt habe, aber in meinen Augen ist das die einzige Staarsform, die in letzter Zeit eine echte Alternative dargestellt hat. Oligarchie à la Venedig oder dem präindustrialisiertem England erschien mir dann doch irgendwie zu antiquiert…

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