Schlag den Raab – shaved edition

Gestern hatte ich einen Gillette Fusion in der Post. Unaufgefordert. Eventuell ja, auf das ich darüber bloggen soll, wie geil dieses Meisterwerk der Nassrasurschmiedekunst verarbeitet ist, wie gleichmäßig ich damit über meine wettergegerbte Seemannshaut fahren kann. Wie innovativ der Rasierer ist (nicht 3 Klingen, nicht 4 Klingen, nein 5 Klingen!!!). Das Problem ist: Ich bin traditioneller Trocken, wenn überhaupt-Rasierer. Mit ihm wird also das gleiche passieren wie mit dem Nassrasierer, den ich neben allerlei anderem Tinneff wie Bacardi-Glas, Kondomen und Feuerzeugen bekommen habe, weil ich Heilig Abend 2003 beim Bund Wache geschoben habe: Ich werde nicht mehr an ihn denken, bis er verschwunden ist.

Viel interessanter am gestrigen Samstag war das amerikanische Soldatenpärchen im Bus, dem ich einen alten Spiegelartikel übersetzen musste, in dem es um ausländische Soldaten ging, die in die US-Armee eintreten, um US-Bürger zu werden. Die fanden die Fotos interessant und wollten wissen, worum es da geht. Da konnte ich mein garnicht übles englisch endlich mal praktisch anwenden. Cooles Ding. Ich lese übrigens fast nur alte Spiegel-Ausgaben. Bzw. ich fange an, wenn sie aktuell sind und bin nach ca. 3 Wochen fertig, da ich ihn praktisch nur auf dem Klo und während Busfahrten lese. Sehr budgetschonend.

Raab war übrigens mal wieder sehr unterhaltsam. Ich gehöre zur Minderheit derer, die dazu stehen, ihn gut zu finden. Und das seit Vivasion-Zeiten. Fanboi. Ne, wirklich, der Ollen hat er es gut gezeigt gestern. Leider zu gut, so dass es gegen Ende doch ein wenig langweilig wurde. Aber ich mochte einen Großteil der Sprüche und auch das ewige Talent Opfenhövel gefiel mir. Die Spiele waren auch alle ein wenig straffer als letztes mal, in der Hinsicht gab es keine Hänger.

Allerdings: Es ist sehr lobenswert, dass Raab die Gewinner seiner Castingshows nicht hängen lässt sondern an ihnen festhält und sie unterstützt. Aber dann soll er drauf achten, dass es nicht so ein Langeweiler wie Max Mutzke ist. Oder ihm zumindest gute Lieder verpassen, bei denen man nicht Gefahr läuft, einzuschlafen.

Raab hat im letzten Spiegel-Interview gesagt, dass seine Herausforderer wohl nur noch 5 % der Deutschen repräsentieren. Ich hoffe mal stark, das stimmt. Gestern gab es fast ausnahmslos Unsympathen zur Auswahl, der Justizbeamte war da noch am Normalsten. Nennt mich Neidhammel, aber mir gehen diese Superübermenschen mit ihren je 20 Sporthobbies und nebenher noch Philosophiestudien und/oder Arztpraxen + mit eigenen Händen Kindergärten für Behinderte bauen tierisch auf den Sack. Ich weiss garnicht, wie man das alles gebacken kriegen kann, ohne seine Sozialkompetenz völlig zu vernachlässigen. Und ich bin überzeugt, die auch nicht.

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6 Antworten zu Schlag den Raab – shaved edition

  1. Idio- T schreibt:

    Beim letzten Punkt muss ich zustimmen. Bei solchen Leuten bekomme ich auch ganz üblen Hautausschlag. Allerdings muss ich sagen das Raab imo in den letzten Jahren immer unsympathischer wurde. Er kommt mir einfach so arrogant vor , und irgendwie – vielleicht bin ich paranoid mit meinen Verschwörungstheorien die ich überrall und bei jedem sehe – hab ich den Eindruck , das „Schlag den Raab „irgendwie getürkt ist. Ich kann jetzt keinen Grund nennen , aber ich hab eben das Gefühl. Ich muss gestehen , ich vermisse die guten alten Vivasion – Zeiten. Da war er eben noch die prominervende Nervensäge die er heute eben nicht mehr ist. Er ist heute einfach allgegenwärtig , hat ja seine Hände überrall drinn. Naja. Aber wie gesagt die Kandidaten beim letzten Mal fand ich schlimmer, die könnten direkt aus meiner Siedlung stammen.

  2. Sebastian schreibt:

    Ich weiss nicht, inwieweit er arrogant ist. Es wird aber schon deutlich, wenn er sich für einen Gast überhaupt nicht interessiert. Umso schöner ist es, wenn er einen Gast wirklich mag, weil er dann auch gut auf ihn eingeht. Aber ich schaue viel zu selten TV Total, um das beurteilen zu können. Die Sendung ist auch als Raab-Fan nicht mehr wirklich unterhaltsam.

    Ich glaube nicht, dass seine Sendung getürkt ist. Was ich mir vorstellen kann, ist, dass Stefan vorher die Spiele kennt (was er glaube ich verneint). Jedenfalls die teuren Sachen, weil er ja letztendlich mit seiner Produktionsfirma den Spaß vorfinanzieren muss. Aber mal ehrlich, selbst wenn man sowas vorher weiss, so richtig vorbereiten kann man sich auch nicht auf alles.

    Und die Bilanz ist ja auch recht ausgeglichen. 4 Siege und 3 Niederlagen. Das Risiko des Imageverlustes, wenn ein Betrug rauskommt ist doch viel höher als die paar Kröten Gewinnsumme, die wahrscheinlich eh versichert sind. Das wird schon alles seine Richtigkeit haben.

    Manipulierbar ist das Spiel fast nur beim Casting der Herausforderer. Und einige der Kandidaten sind einfach quasi unbesiegbar. Wovor ich Angst habe, ist ein Promi-Schlag den Raab, denn die Promis, die sich Pro7 für gewöhnlich ins Haus holt, kennt man ja. Die eigenen Moderatoren und Eurodance-Sternchen der 90er.

  3. rollinger schreibt:

    Schlag den Raab mag ich gerne. Die einzige Sendung überhaupt die einem noch Unterahlten kann von all dem ganzen Klugscheißerquatsch, den es so im TV gibt.
    Ich fand den älteren Kandidaten gut,der auch Karten zockt und dabei säuft und qualmt. Der war auch Zocker. Die Trulla war scheiße, mit ihrem Joga am eigenen See und für eine Wing Tsun ausgebildetet total lahme Reaktionen und beim Klettern war der Raab schneller. Der wiegt locker das doppelte!

    Klar muß man wissen was man anmacht wenn man Raab schaut, aber er will unterhalten und das ist mit Opdenhövel (der beste Mann überhaupt in der Moderation) wirklich gut gelungen

  4. Der Herausforderer schreibt:

    Warum immer nur Spiele spielen, die Stefan gut gefallen. Ich fordere Stefan Raab zum Extreme Schwimmen im Bodensee heraus. Ein Duell Mann gegen Mann. Wer zuerst aufgibt hat verloren.

  5. Sebastian schreibt:

    Ich glaube in erster Linie werden Spiele gespielt, die den Zuschauern gefallen. Schwimmen im Bodensee bis einer heult, das dauert mir zu lang. Ist ja fast noch schlimmer als das komische Gerücheraten.

  6. Arne schreibt:

    Also ich fand nur im November dieses Kubb extrem unfair.
    Wer da anfangen darf hat ja wohl mal nen haushohen Vorteil wenn beide in etwa gleich gut beim Werfen sind.

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