Russels Teekanne

Brueghel Turmbau zu Babel

Wikipedia: „1679 stellte der Jesuit Athanasius Kircher eine Theorie auf, die gegen die Existenz des Turmes [zu Babel] sprach. Seiner Meinung nach beträgt die Entfernung Erde und Himmel 265.380 km. Hierfür hätten ca. 4.500.000 Arbeiter etwa 3400 Jahre ununterbrochen arbeiten müssen.
Das Gewicht des Turmes hätte das Gewicht der Erde übertroffen und so die Erde aus dem Mittelpunkt des Universums herausgeschoben.“

Das Gewicht des Turmes hätte niemals das Gewicht der Erde übertreffen können, es sei denn, dass die Babylonier schon Raumschiffe zu nutzen wussten und Baumaterial aus dem Weltall auf die Erde geschafft hätten. Aber für Gläubige geht soetwas ja immer irgendwie, zur Not hilft ebend der bärtige alte Mann. Genauso soll uns auch immer weiß gemacht werden, dass der Klimawandel allein unsere Schuld ist und das Tempo 130 dagegen etwas nützen würde. Ganz ehrlich: Ich bin der Meinung, dass der Rückgang der Anzahl der weltweit existenten Piraten indirekt proportional mit der globalen Erdwärmung zusammenhängt. Wenn man die Exponentialität, mit der das globale Wissen sich verändert und revolutioniert, miteinbezieht, dann können wir eigentlich schon seit ein paar Monaten über die ganze Sache mit der globalen Erwärmung und der Schuldfrage des Menschen nurnoch lauthals lachen; die Naivität des ganzen ist kaum zu übertreffen. Und dann noch die ganzen Vorschläge zur Vermeidung, die nur alte, längst abgeschlossene Diskussionen sind, die jetzt aufgrund der „Aktualität“ wieder aufgegriffen werden – also wirklich… „Tempo 130 für eine kältere Welt!“ Wer langsam fahren will, der kann das auch so tun. Aber andere Leute in ihren Möglichkeiten einzuschränken mit absurden Begründungen (Klimaschutz hatten wir schon, aber die Behauptung es nutze der Sicherheit ungemein ist genauso absurd – man ist bei einem Unfall mit geschwindigkeiten über 100 immer schlecht dran, egal ob 130 oder 180) finde ich nicht ok. Das ähnelt schon ein wenig der Pornoseitensperrung. Aber was soll auch schon anderes bei realitätsfernen Weltbildern als Ausgangspunkt herrauskommen?

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43 Antworten zu Russels Teekanne

  1. Sebastian schreibt:

    Ich sehe das mit dem Klimawandel ein bisschen anders, weil alle Klimaskeptiker, die ich zu dem Thema gehört habe, irgendwie nichts substantielles entgegenzusetzen hatten und mit den Studien so überfordert sind, dass sie einfach nur laut NEIN schreien. Lesenswert wird das in diesem Artikel und den darauf folgenden „Kommentaren“.

    Die Vermischung mit den vielleicht durchaus naiven Versuchen, dem Herr zu werden (Tempo 130) finde ich wenig förderlich, weil das halt wieder ein ganz anderes Feld ist. Die Sendung Hart aber fair gestern war da ziemlich unterhaltsam, auch wenn der Aspekt der Verkehrssicherheit, welcher meiner Meinung ein wirklich gutes Argument dafür ist, deutlich zu kurz kam.

    Das mit den Piraten ist ja eine witzige Idee, aber letztendlich nur eine Nebelkerze. Ich mag sowas immer nicht.

    Und das mit dem Gewicht der Erde ist ja seine Pointe. Er legt doch selber dar, dass das Schwachsinn ist.

  2. MuGo schreibt:

    Zum Thema 130 will ich etwas sagen:

    Das einzige Argument, dass für Tempo 130 spricht, ist der bessere Verkehrsfluss, weil man nicht andauernd hinter dem LKW mit 80 Km/h langjuckeln muss, weil auf der linken Spur durch dauerndes Abbremsen verwirrte BMW-Fahrer die Überholmöglichkeit blockiert wird. Würde generell die Faustformel gelten „Links 130, Rechts 80“ würden die Leute genauso schnell ans Ziel kommen wie mit dem dauernden Wechseln zwischen 180 km/h und 50 km/h.

    Außerdem bin ich schon allein deswegen für ein Tempolimit, weil mich nichts während meines Führerscheins kirrer gemacht hat, als wenn ich auf der Überholspur mit Richtgeschwindigkeit 130 km/h gefahren bin und so ein asoziales Arschloch mit Lichthupe auf einen (gefühlten) Meter an mich heran gefahren ist. Nur deswegen hasse ich die Autobahn: Ich vertraue schlicht und ergreifend nicht den anderen Autofahrern, dass sie so fahren, wie sie sich laut Theorie zu verhalten haben; wäre dagegen 130 km/h Höchstgeschwindigkeit, könnte ich davon ausgehen, dass ein Auto, vor dem ich mich sagen wir 40 Meter vorher eingeordnet habe, bei einer Geschwindigkeit von etwas über 130 km/h nicht entscheidend näher an mich heran kommt.

  3. MuGo schreibt:

    P.S: Interessant, dass gerade das Volk, das sofort nach Staatsregulierung schreit, wenn irgendwo ein Sack Reis umfällt, der unglücklich stand, sich plötzlich auf die persönliche Freiheit beruft, wenn es seinen PS-Boliden nicht mehr ausfahren darf – wie in allen anderen Ländern der Erde auch!

    Und ja, es sprechen Gründe dafür: Umweltschutz (nicht Klimaschutz!), Sicherheit (120 km/h IST einfach langsamer als 180 km/h – ergo mehr Zeit zum reagieren), Verkehrsfluss (je langsamer der Verkehr, umso mehr Autos können den gleichen Abschnitt in einer Zeiteinheit passieren), Geldersparnis (wer langsamer fährt, spart Benzin). Alles Gründe. Aber nein, lassen wir das, es geht ja um Autos, da sind wir Deutschen analfixiert. Da ist das natürlich nur die böse Öko-Lobby, die da hinter steckt. Und klar, noch haben wir ja Öl – raus damit in die Atmosphäre. Es weiß zwar keiner, was danach kommt, aber egal – hauptsache, ich kann meinen Enkeln später am Kohlefeuer erzählen: „Damals, als wir noch billige Energie hatten, da bin ich noch 240 km/h gefahren, ach was sag ich, 360!“

  4. @ Sebastian: Lies‘ dir mal den Artikel in der P.M. darüber durch (irgendwann Anfang des Jahres erschien die, muss ich mal nachschauen), da wird fundiert gesagt, warum es nicht die Schuld es Menschen allein ist bzw. sein muss. Ich selbst sage auch nicht „Wir sind keinesfals daran Schuld!“ sondern eher „Es ist unwarscheinlich, das wir mit unserem CO2-gepupse das Klima wirklich verändert haben“. Nenn mir irgendeine Tatsache, die dich daran glauben lässt – ich versuche sie dir zu wiederlegen.

    Das mit den Piraten ist nur ein Nebenprodukt des FSM und nur zur Verdeutlichung von Russels Teekannenprinzip von mir (und wohl auch denen) verwendet worden 🙂

    @MuGo: Ich würde das mit Alkohol am Steuer vergleichen: Alle wissen, dass es Alkohol und Autofahren nicht zusammen geht, jeder verantwortungsbewusste Mensch hält sich daran, aber sehr sehr viele ebend auch nicht. Manche trinken ebend trotzdem, obwohl 0,0 Promille das einzig vernünftige sind, ander trinken sogar ohne Reue. Und das währe mit einem Tempolimit genauso – manche fahren nur ein bisschen zu schnell (30 (oder sogar 40?) km/h drüber gibt es außerorts keine Punkte, auf Autobahnen wird das dann sicherlich noch lascher gehandhabt), anderen sind generell Verkehrsregeln egal. Ich bezweifle stark die Wirksamkeit des Verbotes. Außerdem hätte ich gerne mal Statistiken gesehen, die die Unfallhäufigkeit zwischen Stadt, Landstraße und Autobahn beleuchtet – ich glaube da sind die wenigsten Unfälle auf der Autobahn.
    Und die Ölknappheit ist auch kein Argument, da an alternativen Antrieben weiterhin geforscht wird, mit zunehmender Ölknappheit natürlich auch dort immer mehr. Und Autos, mit denen man nur 130 statt 180 möglichen Stundekilometern schnell fährt, sparen viel weniger Sprit als Autos, die generell nur 130 fahren können. Diese Autos gibt es schon lange, aber wer kauft sich schon ein schwach motorisiertes Auto? In welchem Land der Welt kauft man sich freiwillig ein schwächer motorisiertes Auto? Oder noch besser: Wer nutz eigentlich als Pendler die öffentlichen Verkehrsmittel um die Umwelt zu schonen und das Risiko für alle Verkehrsteilnehmer zu mindern?

    Ich war und bin niemand, der nach Staatsregulierung schreit. Ich bin dafür, dass man mehr Aufklärung betreibt.

  5. MuGo schreibt:

    Puh, ich dachte schon, dass sich jetzt keiner mehr traut zu kommentieren.

    Punkt 1: Es mag sein, dass ein Verbot nicht viel nutzen würde – schaden tut es aber per se auch nicht. Oder willst du damit sagen, dass es aufs selbe hinauskommen würde, wenn man die Promillegrenze abschaffen würde? Ich denke schon, dass es etwas ganz anderes ist, ob man sich sagt „Ich hab jetzt keinen Bock darauf, mich an die Richtgeschwindigkeit zu halten“ oder „Ich habe keinen Bock darauf, mich an die Höchstgeschwindigkeit zu halten“. Die Grenze für Strafgelder ist meines Wissens nach 5% über der vorgeschriebenen Geschwindigkeit – wann es mit empfindlichen Geldstarfen beginnt, weiß ich nicht mehr.
    Unfallhäufigkeit: Das mag stimmen – aber wieviele Unfälle sind in der Stadt auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen und wieviele auf Autobahnen? Ein Vergleich mit Landstaraßen wäre schief, da dort wahrscheinlich die meisten Unfälle auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, aber das liegt ja auch mit daran, dass diese Straßen einfach nicht für höhere Geschwindigkeiten gedacht sind.

    Punkt 2: An alternativen Antrieben mag geforscht werden – aber solange man mit ihnen nicht 180 km/h fahren kann, werden sie nicht gekauft werden. Das ist ähnlich wie mit deinem anschließenden Argument – warum gibt es überhaupt solche Autos? Richtgeschwindigkeit ist 130 km/h, abgesehen von Polizei und evtl. Krankenwagen braucht also niemand ein Auto das mehr als 130 schafft. Sie werden nur gebaut, weil es Menschen gibt, die es geil finden, schnell zu fahren. Und komm mir nicht damit, dass man mit 180 km/h schneller am Ziel wäre. Das ist inzwischen des Öfteren widerlegt worden.
    Wer nutzt den Nahverkehr als Pendler? Die Wenigsten. Es scheint welche zu geben – zumindest legt der Bahnstreik dies nahe – aber ehrlich gesagt: Man wäre ja blöd! Da dieser Staat noch nicht eine Regierung hatte, die sich mit Raumplanung auseinandergesetzt hat, gibt es bei uns die ungeheuerlichste und gefährlichste Subvention überhaupt: Die Pendlerpauschale. Im Klartext: Wer in der Nähe seiner Arbeit wohnt und deswegen ohne Probleme und Zeitverlust ÖPNV benutzen kann, wird bestraft. Klar, dass ich auch nicht mit Zug und Bus fahren würde, wenn ich 100 Kilometer von meiner Arbeitsstelle wohnen würde. Das so etwas aber gefördert wird ist ein Skandal! Immerhin: Die Rechnung wird uns ja bald präsentiert, wenn wir in einer zersiedelten Landschaft die Versorgung der Altenghettos, die heute Familien beherbergen, sicher stellen müssen.

    Punkt 3: Ich weiß, dass du nichts von Staatsregulierung hälst, aber erstens muss man geschickt argumentieren, um den zufälligen und unbeteiligten Beobachter auf die eigene Seite zu ziehen und zweitens gibt es ja noch andere Menschen, die für den Erhalt der Freien Fahrt für Freie Bürger sind. Und wer sich mit ADAC und CDU abgibt, muss eben mit solchen Sprüchen leben…^^

  6. Ich bin manchmal sehr stur und rede solange dagegen, bis ich mich in Lächerlichkeiten verstrickt habe, aus denen ich nichtmehr rauskomme (man erinnere sich an die Sache mit dem 11. September). Also ich kommentiere, keine Angst 🙂

    Zu Punkt Eins: Verbote und Regulierungen schaden immer der Freiheit und der Eigenregulation. Und Verbote ziehen nur bei Strafen, die man auch gleich zu spüren bekommt. Die meisten Leute, die zu schnell fahren, kommen aber meistens unbemerkt davon, da ja nicht alle unsere Straßen Radarüberwacht werden. (Da fällt mir ein: Ich glaube, dass die Versicherungen bei Schaden über der Richtgeschwindigkeit nurnoch eingeschränkt zahlen..aber sicher bin ich mir da nicht.) Deinen Vergleich mit der Landstraße versteh ich nicht..

    Zu Punk Zwei: Die Penderlpauschale ist wirklich ein Ding. Zum einen macht die Regierung einen auf Öko, zum anderen sowas. Anstatt, dass sie die Leute, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln „pendeln“ ordentlich fördern..nein, da führen sie lieber die alte Pendlerpauschale wieder ein.

    Zu Punkt Drei: Ich bin ja kein Populist. Ich habe es auch nicht darauf abgesehen irgendwen auf meine Seite zu zerren, sondern einfach nur wieder dem Blödsinn zu reden, der da andauernd propagiert wird. Und das die alte Kamelle der Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen jetzt noch extrem populistisch mit dem Klimaschutz verknüpft wird, nur um mehr Leute „dafür“ stimmen zu lassen, ist echt armselig. Dabei war das Sommerloch doch dieses Jahr irgendwie garnicht so groß, das musste ja ein Nachspiel haben.

  7. MuGo schreibt:

    Punkt 2 und 3 können wir so stehen lassen.

    Zu Punkt 1: Ja, die Versicherung zahlt nur, solange man nicht mehr als 130 km/h gefahren ist. Und Radarfallen kann man installieren. Zudem glaube ich nicht, dass es nach ein paar Jahren mit einem Tempolimit noch größere Probleme gibt. In allen anderen Ländern scheint es ja auch zu klappen.

    Zu den Landstraßen: Du hast die Landstraßen reingebracht, aber ich finde, dass diese nichts in so einem Vergleich verloren haben. Landstraßen sind auf 100 km/h ausgelegt, entsprechend ist es dort automatisch gefährlich, mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs zu sein (und sei es nur wegen einer plötzlich auftauchenden 60 km/h-Kurve). Bei Autobahnen müsste man ja ersteinmal herausfinden, für welche Geschwindigkeiten die Dinger ausgelegt worden sind. Denn was nützt ein Tempolimit 130, wenn es nicht signifikant gefährlicher ist, mit 160 zu fahren. Sprich: Ich gehe davon aus, dass Autobahnen auf Geschwindigkeiten um die 140 km/h ausgelegt sind (wegen Sicherheitspuffer etc.) – werden sie aber gleich schon daraufhin geplant, dass auch jemand, der mit 160 km/h unterwegs ist, noch reagieren kann, dann gibt es keinen wirklichen Grund ein Tempolimit einzuführen. Allerdings glaube ich, dass bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 160 km/h statistisch mehr Unfälle passieren als bei 130 km/h. Beweisen kann ich es nicht, Planung von Straßenverkehrsanlagen habe ich erst in späteren Semestern…^^

  8. Sebastian schreibt:

    Vielleicht noch ein paar Worte zum Thema Klimaschutz: Meinst Du diesen Artikel „30 Fragen zum Klimawandel – Alles nur Panikmache?“ Den habe ich gelesen. Ich habe ihn grade nochmal rausgesucht. Ja, der ist aber ein wenig differenzierter, als Du es hier darstellst. Da ist doch keineswegs die Rede davon, dass der Mensch minimalen Einfluss auf das Klima hat. Jedenfalls nicht genug, um von „Naivität“ zu sprechen. Was ich mir als Laie eh nicht anmaßen würde. Andersrum könnte man sagen, es ist naiv, wenn Kohlenstoff, welcher über Jahrmillionen im Boden gebunden wurde und jetzt in 100 Jahren in die Atmo geblasen wird, keine Auswirkungen auf das Klima hat.

    Im Artikel geht es doch eher darum, dass diese Tatsache durchaus für politische Zwecke missbraucht wird (wie jede andere Tatsache auch). Wobei das wieder eine negativere Konnotation hat, als ich es eigentlich mag. Seinen politischen Willen durchzusetzen halte ich in dem Maße noch für legitim. Aber ist ein anderes Thema. Hierbei stimme ich Dir übrigens zu. Tempo 130 aus Klimagründen ist natürlich nur ein Symbol. Warum ich trotzdem dafür bin, kann MuGo viel besser darlegen, was er hier ja auch tut (danke).

    Was der p.m.-Artikel will, ist solche Schlagwörter wie „Klimakatastrophe“ zu demaskieren, weil die nicht unmittelbar bevorsteht, bzw. man sich auch einem erwärmten Klima anpassen kann. Jedenfalls, so habe ich ihn verstanden.

    Natürlich führt Dich die Tempo-130 Sache zu der Regulierungsfrage. Hm. Da haben wirklich viele Leute schon wirklich dicke Bücher zu geschrieben. Irgendwo muss man eine Grenze ziehen. Ja, es ist Regulierung, genau wie Spielstraßen eine Regulierung sind. Aber ich bin froh, dass es sie gibt. Das Mittel der Regulierung ist meiner Meinung nach ja nicht per se schlecht, es muss nur richtig angewandt werden. Beim Thema Geschwindigkeitsbegrenzung muss ich mich hier mal als staatsloyal outen ^^

    In Sachen Sicherheitsvorschriften sind die Deutschen paranoid. Und das ist gut so.

  9. @MuGo: Schön, dass du alle meine Argumente bringst. Was nutzt ein Tempolimit auf einer Straße, die dafür ausgelegt ist? Und warum widmet man sich nicht einer wirksameren Unfallbekämpfung auf Landstraßen?

    @ Sebastian: Ja gut, ich muss mich selbst noch mehr differnzieren: Es ist die Rede davon, dass das CO2 kaum Einfluss auf das Klima hat und das Klima eigentlich vom in der Atmosphäre existierenden Wasserdampf bestimmt wird. Die wichitigsten Punkte sind wohl 5,8,11,12,14 und 30. Aber das ist ja das, was ich damit sagen will: Diese ganze Panikmache ist Schwachsinn und naiv ist wer daran glaubt (zum Beispiel an die Schädlichkeit von CO2, dazu empfehle ich Punkt 15 zu lesen :D). Ich war schon immer jemand, der für Umweltschutz war, gegen Abholzungen, Flussbegradigungen, Monokulturen und so weiter. Ich fand damals sogar „The Day After Tomorrow“ ein gutes Mittel viele Menschen für mehr Sensibilität gegenüber ihrer Umwelt aufzurütteln, ich habe sogar kurzzeitig daran geglaubt, dass der Film so passieren könnte; aber ich habe mich dann im Gegensatz zu vielen anderen mit dem Thema weiterhin auseinandergesetzt und ebend solche Aufklärungen wie in der P.M. gelesen. Und dann ist das, was in letzter Zeit in den Medien geschieht. Zum Beispiel die „Gib CO2ntra“-Kampagne. Sicherlich ist es viel „hipper“ als eine schnöde Öko-Kampagne, aber fundiert ist dabei garnichts. Das Resultiert doch nur wiederrum aus der ganzen Panikmache vorher, dadurch, dass die Klimaveränderungen nicht im Weltgeschichtlichem Hintergrund gesehen werden. Aber Angst ließ sich schon immer gut verkaufen – nur der Priester, der die Angst verbreitet hat sich verändert und ist jetzt Kastenförmig mit bunten, bewegten Bildern.

    Man sollte aus der Geschichte lernen und sie nicht immer nur ignorieren. Warum bohren denn die Leute im Eis und stellen extreme Klimaschwankungen fest, wenn wir die Ergebnisse doch nicht auf unsere heutige Zeit übertragen? Das ist ja als würde eine Frau, die ihre Tage nicht pünktlich kriegt, automatisch davon ausgehen, dass sie Schwanger ist, selbst wenn sie Jungfrau ist oder schon einen Monat keinen Sex hatte. Und das ist dann auch wieder die Naivität, die mich nervt.

  10. MuGo schreibt:

    Dreh mir nicht die Worte im Mund um – ich habe nur festgestellt, dass man sehen muss, worauf eine Autobahn ausgelegt ist. Und da gehe ich davon aus, dass es irgendeine Grenze gibt. Gut, vielleicht nicht bei 130km/h, aber sicherlich bei 180km/h. Machen wir dann eben da die Höchstgeschwindigkeit, ist mir auch Recht – aber den Glauben, dass man auf Autobahnen fahren kann wie man möchte, halte ich für sehr gefährlich.

    Und zu den Landstraßen: Da gibt es bereits eine sehr effektive Unfallvermeidung – die Höchstgeschwindigkeit von 100km/h! Wer meint, er müsse mit 140km/h über eine Allee brettern ist selber Schuld.

  11. Sebastian schreibt:

    @Heinz: Für den Fall, dass Du mal an vernünftiges Internet kommst: Southpark – Smug Alert sollte Dir gefallen.

  12. @ MuGo: Genau die Leute, die sich schon nicht an die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Landstraßen halten, werden das erst recht nicht auf Autobahnen tun. Und genau solche Leute (und noch ein paar mehr, die das gerne möchten, sich aber nicht trauen) fahren auch auf Autobahnen so oder so zu schnell, die anderen fahren, wie mein Vater es ausdrücken würde, „sinnig“, d.h. den Verhältnissen angepasst. Ich verstehe nicht, wie Regulierungen da Vorteile verschaffen sollten, zumindestens keine Großen.

    @ Sebastian: Ist das die mit den Hybrid-Autos? Die kenn ich schon, ist eine gute Folge. Genauso wie die „The Day After Tomroorow“-Folge 😀

  13. Sebastian schreibt:

    Yep, ist die Hybridauto-Folge *schnieeeeef*

  14. MuGo schreibt:

    @Heinz:

    Es bringt den Vorteil, dass ich ein Arschloch, dass plötzlich mit Lichthupe hinter mir auftaucht auch offiziell ein asoziales Arschloch nennen darf. Zur Zeit haben diese Wichser auch noch faktisch das Recht auf ihrer Seite. Wegen solchen Leuten aber fahre ich ungern Autobahn und bringe damit selber wieder Unsicherheit in die ganze Geschichte. Um es mit Tocotronic zu sagen: „Ich möchte mich auf euch verlassen können!“ Und das kann ich auf deutschen Autobahnen zur Zeit definitiv nicht!

  15. Das liegt dann aber auch an dir. Ich lasse mich von solchen Leuten nicht ärgern, sehe aber natürlich zu wieder auf die rechte Spur zu kommen. Und wenn man Richtgeschwindigkeit fährt, dann muss man eigentlich fast nur zum Überholen von LKWs auf die linke Spur wechseln, wobei man natürlich auf die sich nähernden potentiellen Drängler achten muss. Und nochma zum recht: Es ist nur rechtens die Überholabsicht per Lichthupe anzukündigen, dichtes Auffahren und damit drängeln ist nicht erlaubt.

  16. MuGo schreibt:

    Schon klar, aber beweis mal, dass der hinter dir zu dicht aufgefahren ist!

    Und darauf wollte ich ja hinaus: Die linke Spur ist für 130km/h gedacht. Und darum ist es dumm, wenn dort auch Leute mit höheren Geschwindigkeiten unterwegs sind.

    Einigen wir uns auf einen Kompromiss: Tempolimit 130 auf zweispurigen Autobahnen; auf dreispurigen (gibt es vierspurige?) sehe ich das Problem eh nicht so sehr, weil da die meisten Drängler ganz links fahren. Da müsste man dann nur wiederum eine Mindestgeschwindigkeit von 100 auf der mittleren Spur einführen.

    Natürlich kann dies stets nur symbolisch sein, aber ich hasse asoziale Autobahnraser und ich will wenigstens mit dem Finger auf sie zeigen dürfen. Außerdem würde es sich bei einem Tempolimit lohnen, Radarfallen aufzubauen. Und das haben Raser auch verdient!

  17. Sebastian schreibt:

    Da schließt sich aber schon bald die Grundsatzfrage an, ob Gesetze überhaupt etwas bringen, weil es ja immer welche gibt, die sie übertreten. Das kann ja kein Argument sein.

    Und nein, es liegt doch nicht an mir (oder MuGo oder Oma Erna), wenn ich mich gestört fühle von solchen Idioten. Die Schuld kann sich das „Opfer“ doch nicht aufdrängen lassen. Schuld hat der Raser, Punkt. Schuld hat der Vergewaltiger, Punkt. Daran ändert auch nicht, dass die Frau nen Minirock getragen hat.

    Eine Höchstgeschwindigkeit bringt den Führerscheinneuling vielleicht auf den Gedanken, dass das ja auch irgendwie sinnvoll sein kann, wenn er sich mal wieder überschätzt.
    Autobahnen sind auf hohe Geschwindigkeiten ausgerichtet, richtig. Vielleicht von der Bauweise. Aber andererseits leben wir in einem kleinen Land, in dem die Autos immer mehr werden. Demnach wird das schnelle Fahren auch immer gefährlicher. Ich glaube, wir haben einfach nicht mehr genug Platz auf der Straße für 250 km/h.

  18. Ja sicherlich, du hast auch recht. Aber als Frau ziehe ich doch keinen Minirock an, wenn ich weiß, dass ich höchstwahrscheinlich auf Vergewaltätiger treffen werde!

    Ich habe eigentlich glaube ich nichtmal was gegen eine generelle Beschränkung, aber dann doch bitte mindestens 160.

  19. MuGo schreibt:

    Auch wenn ich diese Leute hasse wie die Pest: Raser mit Vergewaltigern zu vergleichen finde ich schon ein bisschen arg.

    Und mit dem Argument, dass man es ja nicht provozieren muss, könnte man jetzt auch bei uns die Scharia einführen, weil sich anscheinend islamistische Terroristen durch unseren Lebensstil herausgefordert sehen.

    Deine Meinung in Ehren, aber der Spruch war echt unter deinem Niveau.

  20. Sebastian schreibt:

    Ja, aber ich habe Raser nicht mit Vergewaltigern verglichen, sondern bloß die Argumentation anhand dieses Beispiels verdeutlicht: Dass es eben nicht sein kann, dass das Opfer sich irgendwie schuldig fühlen muss.

  21. MuGo schreibt:

    Oh, sorry, so war das nicht gemeint – ich habe das auf Heinz bezogen.

  22. Und ich habe nur die Unrichtigkeit des Beispiels verdeutlichen wollen: Wenn man auf eine Autobahn fährt, der sollte eigentlich wissen, dass es da Idioten gibt, die drängeln usw. und auf die man bestimmt auch treffen wird. Wenn man einen Minirock anzieht, sollte man nicht davon ausgehen müssen, dass man einen Vergewaltätiger treffen wird.

  23. MuGo schreibt:

    Okay, dann habe ich das falsch verstanden.

  24. Sebastian schreibt:

    Gruppenkuscheeeeeln!!

  25. Ich bin dabei, krieg in letzter Zeit ja sowieso zu wenig Liebe hrhrhr 🙂

  26. latita schreibt:

    Oh weh, auch wenns im Artikel drin steht, werde ich wohl OT. Der Turm zu Babel sollte bis zum Himmel gebaut werden. Geklappt hat es nicht, weil Gott vorher die Sprachen verwirrte.
    Zum anderen bezweifle ich ein bisschen, dass sie damit tatsächlich an den Himmel hätten stoßen wollen/können. Ich persönlich glaube, dass es darum ging das größtmögliche Objekt zu schaffen.

  27. MuGo schreibt:

    Was ist OT?

    Leuts, nur weil irgendein Verkehrslogistikdozent seine Passwörter in Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben schreibt, heißt das noch lange nicht, dass man sich jetzt nur noch in kryptischen Abkürzungen unterhalten muss, wenn man im Internet „cool“ sein will.

    (Obwohl es imo anscheinend hilft…)

  28. latita schreibt:

    OT soll Off Topic heißen 🙂

  29. Sebastian schreibt:

    Hey MuGo, welcome to the internet!

  30. MuGo schreibt:

    Ja, Internet ist schlimm – es macht dich süchtig!

    Immerhin ist jetzt das passiert, worauf ich immer gewartet habe: Mein Blog ist tot und ich habe keine Lust, ihn wieder zu reaktivieren. Am Netz kann er ja bleiben, vielleicht, fange ich irgendwann wieder an zu schreiben. Aber das glaube ich kaum…

  31. Sebastian schreibt:

    Was geht’n jetzt? Wieso willst Du nicht mehr schreiben? Ich gucke jeden Tag drauf, ob was neues da ist, aber nüscht. Das geht doch nicht.

  32. MuGo schreibt:

    Keine Zeit mehr, keine Lust mehr und eine allgemeine „Ist doch eh‘ alles scheiß!“-Stimmung…

  33. Sebastian schreibt:

    Hm, finde ich schade. Extrem schade. Ich hoffe mal, das legt sich wieder. Ansonsten machst Du hier auch noch den Gastschreiber 😉

  34. MuGo schreibt:

    Würde ich nicht nein sagen, denn dein Blog ist der Einzige, der mich derzeit zu mehr als nur bloße Notiz bewegt – egal, was Burkhard von dir hält, Herr Berufsjugendlicher!^^

  35. Ist „Ausbildungsabbrechen“ eigentlich eine ehrenamtliche Tätigkeit? Und wird der Abfallkalender dann die erste „Blog Supergroup“? Und wie bringe ich bloß die ganzen Wikipedialinks in einem Blogbeitrag rein, dessen Inhalt nichtmal steht? Erstmal wieder Regenbögen anhören, dann weitersehen 🙂

  36. Sebastian schreibt:

    Gut MuGo, machen wir es so: Ich schalte Dich als Autor frei, und dann kannst Du hier auch gerne bloggen. Das nimmt dann ein wenig den „ich sollte mal wieder bloggen“-Druck weg, weil das Teil hier ja nicht leer bleibt. Aber Verschwendung ist es ja trotzdem, weil ich Dein Blog mag. Ich sollte mir da eh ein bisschen abgucken in Sachen Linktipps und so, den Aufbau an der Seite find ich sehr gut. Dann brauche ich allerdings noch die email-adresse, mit der Du hier angemeldet bist.

    Ne, Ausbildungsabbrechen ist nicht ehrenamtlich, das wurde ja schon vom Staat vergütet. Aber ich habe das abbrechen ja abgebrochen, in dem ich nicht abgebrochen, sondern eine Ausbildung beendet habe. So ändert sich das Leben.
    Blogsupergroup klingt gut ^^

  37. Sebastian schreibt:

    Okay, bist drin.. wann immer Du willst, schreib. Aber ich denke nach wie vor, eigenes Blog=geiler

  38. Hubert Pauritsch schreibt:

    Mit dem Vorschlag hast du dich selbst übertroffen.

  39. causa prima schreibt:

    Welcher Vorschlag?

  40. causa prima schreibt:

    Mir ist gerade noch ein Argument von MuGo aufgefallen, dass ich damals garnicht beachtet hatte: „Verkehrsfluss (je langsamer der Verkehr, umso mehr Autos können den gleichen Abschnitt in einer Zeiteinheit passieren)“ Also wenn sich Autos NICHT BEWEGEN, dann kommen sie schneller an einer Stelle vorbei, als würden sie sich vorwärts bewegen? Dann wäre es doch noch sinnvoller, nurnoch Rückwärts zu fahren. TOD DEN VORWÄRTSGÄNGEN!

  41. Sebastian schreibt:

    (Aus der Reihe: längst vergessene, dennoch sehr schöne Diskussionen, wieder ausgegraben)

    Du denkst zu sehr in logischen Kategorien und nimmst das zu wörtlich. MuGo sagt’s ja selber, er bezieht sich auf den Verkehrsfluss. Mit langsamerer Fahrweise läuft es gleichmäßiger, je höher die Geschwindigkeit, desto stärker sind die Auswirkungen eines Bremsmanövers, das verstärkt sich sicher exponentiell, und zack, hat man einen 20 km-Stau wegen sowas.

  42. causa prima schreibt:

    Das weiß ich doch, nur ist für mich eben eine Diskrepanz zwischen dem, was er sagt und dem, was er meint, und das, was er sagt, ist lustig. Ich kann oft einfach nicht anders, als sowas zu kommentieren.

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