Keine Angst II – Jetzt erst recht

Das Bild hier ist übrigens original, war neulich Kopfzeilenwerbung auf SpOn.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Exo-Politics, Girl, you have no faith in medien veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

41 Antworten zu Keine Angst II – Jetzt erst recht

  1. Sanja schreibt:

    GGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGGG

    irgendwie hat da wer nicht aufgepasst…

  2. Sebastian schreibt:

    Das ist aber typisch, nur ein paar Tage nach 9/11 gab es von Lufthansa auch eine Printwerbung in Richtung „Wir lassen nicht jeden ans Steuer“. Nee, irgendwie noch geiler, Mist, warum hab ich das nicht aufgehoben?

  3. Sanja schreibt:

    echt? omg. die trauen sich ja mehr als ich gedacht habe. ich hätte gedacht das war ne verarsche und net wirklich von denen ausgehend?

  4. Sebastian schreibt:

    Ne, keine Verarsche, aber bestimmt auch keine Absicht von denen, die raffen das einfach nicht glaube ich.

  5. MuGo schreibt:

    Die beste Satire macht immer noch die Realität…

  6. Paul schreibt:

    Tja, so schlimm isses auch nicht. Die Werbetexter denken halt auch net an alles 😉

  7. MuGo schreibt:

    Aber lustig ist es trotzdem! Man muss es halt nur bewusst falsch verstehen…

  8. Ach kommt..sollte jeder Werbetexter etwa alle Katastrophen des Universums im Hinterkopf haben müssen? Übertriebene Sensibilität ist doch zum kotzen, so ist es viel lustiger, vor allem für Leute wie mich, die sich damals über das Feuerwerk gefreut haben. Die denken dann mit wohlwollen an die Sache zurück. Und das meine ich nichtmal sarkastisch!

  9. Sebastian schreibt:

    Nicht jede Katastrophe im Universum. Aber eine gewisse Relevanz schon aufgrund des Presserummels kannst Du 9/11 nicht absprechen.

    Was genau hat Dich damals so gefreut?

  10. Relevanz vielleicht. Aber deswegen muss man doch nicht auf gute Werbeslagans verzichten. Außerdem sind sie ja gerade deswegen so gut und einprägsam, weil man sie durch die Assoziation mit dem entsprechendem Ereignis gut im Kopf behalten kann.

    Das die USA „erntete, was sie aussähte“. Die Opfer dabei waren natürlich tragisch, aber die Terroristen haben schon extra früh am morgen, wo noch kaum jemand da war, angegriffen. Und nein, ich bin keiner, der erst seit Bush gegen die USA ist, oder nur wegen ihm; die Art, wie sich dieses Land politisch schon seit Ewigkeiten nach außen gibt ist eher der Grund dafür, genauso wie die Einstellung vieler Bewohner des Landes. Zwar gibt es auch einige Lichtblicke, aber nur zwischen sehr viel Schatten.

  11. Sebastian schreibt:

    „Die USA“ ist halt wieder so ein menschengemachtes, abstraktes Konstrukt wie jede Gruppierung. Die Terroristen haben nicht die USA ermordert, sondern ganz konkret die Menschen, die morgens ins Büro sind. Der Rest ist Interpretation. Da freut mich garnichts dran, das geht mir einfach nur auf den Sack.

    Wenn all die Menschen endlich mal den Stock aus ihrem Arsch nehmen würden und diese ganzen Geschichten nicht so wichtig nehmen würden, sondern sich ganz normal um Haus und Hof kümmerten, wäre alles in Ordnung.
    Mich freut daran überhaupt nichts, wenn irgendwelche Spinner 3000 Menschen killen.

    Wie differenzierst Du denn Licht und Schatten? Also erstmal haben wir da 240 Millionen Einwohner, aber hier kommt nur der Unsinn von immer den selben 10 Typen an. Ich habe jetzt nicht mit allen Einwohnern der USA gelabert, aber die Daily Show mit Jon Stewart hat mehr Zuschauer als der O’Reilly-Faktor, also können die Menschen da drüben nicht so dumm sein.

    Irgendwann kracht es vielleicht auch hier, ich könnte es manchen Leuten nichtmal verübeln, die Terroristen kriegen nur die BILD mit und Schäuble. Was sie nicht mitkriegen ist, wie Steffi und ich wegen einem Liter Milch zusammen einkaufen, nur damit wir uns nah sind.

    Im Grunde weiss ich aber, warum ich Politik möglichst aus diesem Blog raushalten will. Genau wie Religion, das führt alles zu nichts.

  12. Der Anschlag ging aber nicht gegen die 3000 Menschen, die im Gebäude waren, sondern gegen eben diese Gruppierung, ihre Ideen, hre Politik, ihre Überzeugungen, ihre Lebensweise. Mir geht eher auf den Sack, dass alle nur dieses Ereignis und dessen Opfer sehen – und nicht den Kontext und die Ursachen, bei dem ein vielfaches an Menschleben geopfert wurden.

    Ich mag einfach den „american way of live“ und seine Vorraussetzungen und Folgen nicht. Und sagt jetzt nicht, dass nur die imemr selben 10 Typen den leben 😉

    Wie ich schon sagte greifen die ja auch nicht dich an, sondern die Gruppierung zu der du gehörst. Und die, also Deutsche, kriegt auch nur Bild und Schäuble mit und glaubt denen, wie Umfragen bestätigen.

  13. Sebastian schreibt:

    Aus Sicht der Terroristen haben sie sicher die Ideale und Ansichten der USA attackiert, aber in der realten Welt haben sie einfach Menschen getötet. Manchmal ist die Wahrheit ganz schön einfach. Natürlich sehe ich nur dieses Ereignis, das hat aber nichts mit Ausblenden zu tun. Die Intention muss man einfach in einem eigenem Gedankengang verarbeiten, da das zu komplex ist. Den Anschlag kann man aber für sich betrachten, und da bleibt nicht viel übrig, was meine Sympathie ernten würde.

    Der american way of life ist eine urban legend, den gibt es so wenig wie ein „Du bist Deutschland“-Leben, das ist jeweils die Werbekampagne der Nation. Aus dieser Vogelpersptektive auf Gesellschaften entstehen erst diese ganzen Konflikte, weil sie vortäuscht, viel zu zeigen, aber in Wirklichkeit verhindert sie die Sicht auf die wesentlichen Dinge. Auf Augenhöhe betrachtet sind die Amis genau wie wir oder Araber.

    Was ist passiert, als das römische Reich unterging? Ich sag’s Dir: Nichts. Die Menschen haben gelebt wie vorher, nur die Straßen waren eine Weile wieder bisschen schlechter.

    Es ist okay, die Zusammenhänge zu begreifen und die Anschläge trotzdem unsympathisch zu finden, glaube mir. Mit dieser ganzen „ernten, was sie sähen“-Ansicht kommt man nur schnell zu verallgemeinernden Menschenbildern. In letzter Konsequenz spricht man Menschen so ihre Menschlichkeit ab.

    Das sind dann die Leute, die die Menschen in der Fußgängerzone für Ameisen halten, weil sie zu faul sind, mal einen Menschen einzeln zu betrachten und sich Gedanken zu machen.

  14. MuGo schreibt:

    Ich unterstütze voll und ganz Sebastian. Mir geht nichts mehr auf den Sack, als wenn meine Mutter über „die Amerikaner“ redet. meines Wissens nach kennt sie keinen einzigen, aber wie sie alle ticken, das weiß sie.

    Wer sagt: Diese 3000 Menschen standen stellvertretend für den American Way Of Life, der sagt auch: Alle Deutschen sind Nazis!

  15. Basti schreibt:

    „Was ist passiert, als das römische Reich unterging?“

    Die Nazis kamen…

  16. Sebastian schreibt:

    Mit Gewalt kann man jedes Thema in diese Richtung lenken.

  17. Basti schreibt:

    Ich verabscheue Gewalt zutiefst. Immerhin bin ich Christ.

  18. Sebastian schreibt:

    Lass mal, über dieses Stöckchen springe ich nicht 🙂

  19. Ich hab‘ doch gesagt, dass ich nicht die Opfer gut finde, sondern meinte, und vielleicht habe ich mich da nicht deutlich genug ausgedrückt, dass ich die Idee des „ernten, was sie sähten“ gut finde. Und da sind sie wirklich selbst dran Schuld, denn erst durch ihre Ausbeutung der Ölforderstaaten in den 30ern ist Familie Bin Laden zu erstem Reichtum gelangt, auch der Stellvertreterkrieg in Afghanistan, bei dem Bin Laden dann auch mitwirkte, führte nur zu einer Stärkung der fundementalislamistischen Freiheitsbewegung in den muslimischen Staaten, allen vorran dann die Bewegung um Bin Laden selbst. Dumm nur, dass sie den falschen gefordert haben. Selbst Schuld sagte ich dazu bereits, verdiente Konsequenz war dei Folge. Nicht für die Opfer, das betone ich nochmals, aber für die Politik und die Ideen.

    Was passierte als das römische Reich Unterging? Das Christentum erlangte ultimative Macht und legte den Grundstein für das Wohl schlimmste an den Nazis: Die Judenverfolgung. Und nicht nur die Straßen sind schlechter geworden, die Naturwissenschaften wurden aufs Übelste misshandelt, das Volk im Namen Gottes ausgeblutet und unterdrückt, nur für Kriege war es gut.

    Es ist auch ok um Lady Di zu weinen, Live Aid zu unterstützen, gegen den G8-Gipfel zu demonstrieren oder auf Bono zu hören. Aber das ändert nichts daran, dass für mich viele Gründe gegen die Bewegungn oder den Hype darum stören.

    Und ja, ich halte die Menschen in der Fußgängerzone für Ameisen, aber nur, weil sie es zu großen Teilen nicht anders verdienen, da sie Ameisen sind und sich vor allem für sich selbst und höchstens noch ihre Familie und engsten Freunde interessieren. Und für die verblödenden Teile der Medien.

  20. Idio- T schreibt:

    Naja , Ameisen zeigen irgendwie Intelligenz , auch wenn diese nur Kollektiv ist , der Mensch weniger. Trotzdem , irgendwie sind die Fussgängerzonenmenschen schon nur Vieh , nur eben eher Schafe oder Albinoschlümpfe.

  21. MuGo schreibt:

    Also wenn Ameisen intelligent wären, dann würden sie die Monarchie abschaffen und zu Individuen werden.

    Ich wage mal zu behaupten: Ein Kollektiv wird um so sicherer scheitern, desto intelligenter die einzelnen Mitglieder sind. Denn Intelligenz fördert auch Individualität und Individualität fördert die Quertreiberei.

    Oder glaubt hier etwa jemand, dass die tumben Massen der Unterschicht hier im Osten daher rühren, weil ein diktatorisches System wie die DDR natürlich seine Bürger zu Freigeistern und kritisch hinterfragenden Individualisten erzogen hat?

  22. Sebastian schreibt:

    Man, da kriegt man ja langsam das Kotzen. Ey, ich schreibe hier nie wieder was politisches, irgendwer kommt halt doch wieder mit Plattitüden angekrochen.

    Jaja, Fußgängerschafe, Ameisen intelligenter als Menschen, wow, ich bin beeindruckt von der argumentativen Stärke.

    Jetzt seid wenigstens mal so konsequent und sagt „wir Menschen“ und nicht „die Menschen“, okay? Ihr hängt da genauso drin wie MuGo, ich, Hitler, David Hasselhoff oder Astrid Lindgren. Oder seht ihr euch „außerhalb der Gesellschaft“? Hm, und könnte es sein, dass das jeder Mensch von sich denkt, und könnte es sein, dass genau das die Gesellschaft ausmacht?

    Man Heinz, mir brauchst Du nicht mit Geschichtsunterricht kommen, dass die Regierung der USA Mist baut, ist jetzt kein großes Geheimnis. Ich habe bloß dargelegt, dass das Konzept der Rache oder was auch immer sonst das „ernsten sähen“-blabla sein soll, für’n Arsch ist. Hat sich dadurch auf der Welt irgendwas zum besseren entwickelt? Denke ich jetzt morgens „oho, die armen Menschen in der dritten Welt“? Eher nicht, oder? Dafür kamen weltweit die Menschen auf dumme Ideen, ihre Bürger unter Druck zu setzen. Super gelaufen.

    Auch unsere Regierung macht viel Mist, wärst Du nicht trotzdem zumindest ein wenig angepisst, wenn Deine Eltern in die Luft gejagt werden würden? Also ich schon.

    Was ich mich frage: Seid ihr von dieser ganzen Sache überzeugt, also dass „die Menschen“ Ameisen sind, oder wisst ihr, dass das Bullshit ist, aber erhaltet dieses sehr, sehr, sehr einfache Menschenbild aufrecht, um eure Gefühle besser einordnen zu können? So bisschen schwarz-weiss, und schon lässt es sich bequem leben.

    Ganz ehrlich, Du sagst, die Menschen interessieren sich nur für sich, ihre Freunde, ihre Familie. Weisst Du, wenn das so wäre, ich fände das geil. Das würde dann ein Streben nach Macht niederdrücken und alles wäre in Butter.

    Mein Gott, Du machst Dir doch sonst immer so komplexe Gedanken, warum bleibst Du bei diesem Thema auf Abiturienten-Niveau? Da muss man doch mal weiter kommen.

  23. Idio- T schreibt:

    Viele Menschen sind auch Fische. Mit kalten ,starrenden Augen , ohne Glanz , ohne Emotion (Dieses verfluchte Buch! Ich musste das jetzt zum dritten mal lesen!)

  24. MuGo schreibt:

    Es ist einfach schwierig, sich einzugestehen, dass man auch nur ein funktionierendes Rädchen im Großen und Ganzen ist. Diese Erkenntnis kam bei mir ja auch nicht über Nacht.

  25. Sebastian schreibt:

    Die Kunst ist, sich deswegen keinen Kopp zu machen und in Depris zu verfallen.

    Diese Metapher hinkt aber an der Stelle, an der man sieht, dass kleine Rädchen in großen Maschinen einen kleinen Zweck für etwas großes ganzes erfüllen.

    Nur gibt es diesen Zweck halt hier nicht. Wir kleinen Rädchen drehen uns um unser selbst willen, die Maschine existiert nur, damit die kleinen Rädchen sich drehen.

    Klar sind wir alle verzahnt, aber deswegen noch lange keine seelenlosen Bolzen.

    Oder anders, viele bringen sich um, weil sie mit dieser Erkenntnis nicht umgehen können. Ich würde sagen: Wenn es schon scheißegal ist, ob ich lebe oder nicht, kann ich genauso gut hierbleiben, hab ich wenigstens noch was davon.

  26. crunchi87 schreibt:

    finde ich ja mal eherlich gesagt sehr frech.. aber mutig Oo^^

  27. MuGo schreibt:

    @Sebastian:

    Das stimmt schon, die Metapher hinkt – vor allem, weil ich ja nicht ausdrücken wollte, dass wir seelenlos sind, sondern dass es naiv ist zu glauben, man könnte auch ohne „den Rest“ funktionieren.
    Selbst wenn ich mich von der Gesellschaft abzugrenzen versuche, bin ich ja im Endeffekt von ihr abhängig, da sie mir die Normen setzt, die ich breche. Und die Gesellschaft hat die Regeln, um mich zu brandmarken und sich selber besser zu machen. Und so hängt doch wieder alles zusammen.

    Und das mit dem Selbstmord: Ja, das stimmt! Jetzt kann ich versuchen, das beste aus meinem Leben zu machen. Das beste aus seinem Tod zu machen, stelle ich mir dagegen schwierig vor…

  28. Hör bloß nicht auf Politisches zu schreiben! Da kann man doch wunderbar drüber diskutieren und die teilweise unstichhaltigkeit seiner eigenen Argumente bemerken, z.b. das mit dem „American Way“, da habe ich mir nciht so extreme Gedanken drüber gemacht und mich nur vom verzerrten Bild, das durch Schule und Medien vermittelt wurde, verlassen. Shame on me! Jedenfals schafft man es am besten in solchen Diskussionen anderen (und damit du nicht meinst, ich schließe mich aus, würde ich auch „uns“ sagen. Beide Worte haben aber Vor- und Nachteile, das „anderen“ schließt mich evtl. aus, das „uns“ aber evtl. dich; ich habe mich aber in der vergangenen Diskussion nie explizit ausgeschlossen, habe das auch nie gemeint) den Horizont zu erweitern, aber sowas geht ebend nicht immer einfach so.

    Ich hab doch nach den ganzen Anschlägen nicht erwartet, dass sich deswegen irgendetwas für alle Menschen bessert; leider hat sich auch in der Außenpolitik der USA dadurch nichts zum besseren gewendet. Aber ich bin ein schadenfreudiger Mensch, der sich darüber freuen kann wenn anderen [unterstrichen][fettgedruckt]verdient[/unterstrichen][/fettgedruckt] die Quittung für ihr handel serviert wird. Die Gandhi-Methode wäre mir auch lieber gewesen, aber es ist anders gelaufen wird immer nurnoch schlimmer, immer mehr Menschen sterben, leben in Angst und werden ihrer Freiheiten beraubt. Ich sympathisiere auch nicht mit Al Quaida, ihren Zielen oder sonst irgendwas dergleichen, sondern habe mich nur in meiner schadenfreudigen Art darüber gefreut, nicht aber über das dadurch entstandene Leid. Die Medienhetze und das es-kommt-so-unerwartet-Getue und die daraus resultierende Übersensibilität geht mir bloß dermaßen auf den Geist.

    Sicher wäre ich angepisst, weil meine Eltern gestorben wären. Aber ich wäre nicht nur sauer auf die Terroristen, sondern, wenn es denn so währe, sauer auf den Staat, da er Gründe für die Terroristen geliefert hätte. Darauf kommt es mir immer an. Wenn ein Feuer deine Wohnung verwüstet, weil ein Elektrogerät einen Brand verursacht hat oder schlecht gelegte Leitungen einen Schmorbrand verursacht haben, dann gibt man doch nicht dem Feuer die Schuld, sondern dem Verursacher, also in dem Fall dem Hersteller des Geräts oder dem Elektriker. Im Fall 9/11 wären es dann Religion und amerikanische Außenpolitik (dadurch dan Resultieren Al Quaida), nicht Flugzeughersteller Boing.

    Und nein, gerade weil ein Mensch sich nur für sich selbst interessiert, strebt er nach Macht.

    Ich sehe keinen Grund, der mich von der Ameisenvorstellung ausschließt; ich kümmere mich nicht viel um die Menschen als Allgemeinheit, nur um mich, meine Familie und Freunde. Mir fällt auch nicht ein, wie ich die Menschen anders betrachten soll, hilf mir da ruhig weiter! (Das ist nicht provokativ gemeint, ich hab ehrlich keine Ahnung, wie ich sonst die Menscheit betrachten sollte, außer als egoistische Bande [mit einigen Ausnahmen natürlich, die gibt es aber überall]) Der Mensch ist für mich schon seit langem nur ein Tier, dass sich vom Tier abgrenzen möchte und sich dadurch teilweise lächerlich macht, in dem er behauptet einzigartig und die Krone der Schöpfung zu sein und ohne Rücksicht auf seinen Lebensraum und seine Umwelt agiert.

  29. Sebastian schreibt:

    Okay, vielleicht hilft Dir folgende Aussage, warum wir keine Ameisen, sondern Menschen sind: Wir sind Menschen. Keine Ameisen.

    Das sind zwei völlig verschiedene Konzepte. Der Vergleich ist deswegen so verlockend, weil man bei Ameisen immer das Bild eines Kollektivs vor Augen hat. Das kann als Metapher dienen, eine bestimme Marotte der Menschen zu beschreiben, nämlich, dass sie gerne Gruppen bilden. Aber Ameisen zeichnen sich nur durch diesen einen Aspekt aus, sie stellen die Gruppe über alles, auch über ihr eigenes Leben.
    Der Mensch nicht. Ich sage das völlig wertfrei, aber der Mensch denkt erstmal an sich, dann an nahestehende und zuletzt an das Wohl der Gesellschaft. Und dann auch nur bei konkreten Problemen, bei abstrakten Sachen wie Klimawandel ist auch das noch nachrangig. Aber dafür gibt es ja Pro7, die machen das schon.

    Das mit der egoistischen Bande ist schon ganz okay, aber dann passt das Bild der Ameise überhaupt nicht mehr. Nur wie gesagt, das ist nur der eine Aspekt.

    Das Selbstbild als Krone der Schöpfung. Du widersprichst dem doch. Du und sehr, sehr viele andere Menschen. Warum sagst Du dann, „Der Mensch“ sieht sich so? Ich bin mir bewusst, dass viele so denken. Aber mal ganz ehrlich: Man kann unseren Platz in der Nahrungskette jetzt auch nicht wegleugnen, weils moralischer wäre.

    Auch hier wieder viele Faktoren. Je nach Standpunkt kann man durchaus sagen, dass wir der dickste Max im Stall sind. Ist halt einfach so, wir haben die Möglichkeit, mit einem Schnipp sehr viele Arten dahinzuraffen oder stark zu dezimieren. Es gibt kein Tier, dass das mit Menschen kann.
    Auf der anderen Seite: Wir stehen nicht in Konkurrenz zur Mikrobe, wir sind nicht schlechter oder besser, wir sind etwas völlig anderes. Hier gebe ich Dir Recht, da lässt sich kein Wert aufstellen, der uns drüberhebt. Klar, wir haben einen wachen Geist, aber wir brauchen ihn auch, die Mikrobe nicht.

    Ich weiss nicht, die Behauptung, der Mensch sieht sich als Krone der Schöpfung lese ich immer nur in der Diskussion, ob das stimmt, nie als eigenständige Behauptung. Ist wie mit dem Wort sitt, das sagt auch keiner, außer im Kontext, dass man ein Wort für gelöschten Durst durchsetzen wollte.

    Ach, das ist viel zu komplex für diese Uhrzeit, ich sollte mehr bloggen und wenige kommentieren.

  30. MuGo schreibt:

    Aber warum überhaupt ein Vergleich? Der Mensch agiert wie ein Mensch. Punkt. Oder versuchst du auch andere Tiere zu vergleichen, z.B indem du sagst, dass Delfine wie Schimpansen sind?

  31. Sebastian schreibt:

    Warum schreibe ich überhaupt so viel, wenn Du so kurz zusammenfassen kannst, worauf ich hinaus will? 🙂

  32. Normkonform schreibt:

    Ob das zur Strategie gehört? oO Ich mein, war ja klar, dass das jetzt durch alle Blogs geht x)
    Wie bist du denn auf unseren Blog gekommen? x)

    Grüße allerseits
    Max

  33. Sebastian schreibt:

    Ich weiss grade nicht, von welchem Blog Du bist, aber ich nehme an, Dein Blog war in den wordpress-charts oben mit dabei, da gucke ich immer, was es so gibt.

  34. MuGo schreibt:

    @Sebastian:

    Weil ich die Seite schon geladen hatte, bevor dein Comment erschienen ist und ich deswegen nicht wusste, dass du schon was geschrieben hast.

  35. Sebastian schreibt:

    Ach so. Naja, die Kommentare haben heute morgen eh ein wenig gesponnen, die arbeiten bestimmt daran, Kommentare und Meinungen zu trennen oder so 🙂

  36. MuGo schreibt:

    Oder es sind die nötigen Änderungen, um bald WordPress China zu lanzieren – das geht jetzt alles erstmal über den Server in Peking.

    Ey geil, ich kenne ein deutsches (naja, mehr oder weniger) Wort für Launch!

  37. Ich kenne Leute, die das im Kontext anwenden und es auch so meinen, zum einen irgendeine meiner ehemaligen Biologilehrerinnen, zum anderen Christen in Dokumentationen. Und dadurch auch ein großer Teil der Bevölkerung, denke ich. Aber „der Mensch“ war vllt. etwas zu allgemein gehalten, ok.
    Nebenbei bemerkt habe ich schon oft versucht „sitt“ anzuwenden, aber es ist einfach nicht natürlich.

    Zu MuGo (und damit dann auch zu Sebastian) kann ich nur sagen: Bei den Vergleichen wird der Mensch aber so gut wie immer als eigenständige, außen stehende Gruppe gehandelt.. es gibt einmal den Menschen und dann noch die Tiere. Es wird oft fast schon der tierische Hintergrund der Menscheit vergessen oder gar geleugnet (Stichwort Kreationismus). Sich, der Mensch ist ein Mensch, ein Schimpanse ein Schimpanse, eine Drossel eine Drossel. Aber gemeinsam haben sie viel mehr, als viele es zugestehen wollen. Da werden dann eher Schimpansen und Drosseln zusammengenommen als Schimpansen und Menschen, obwohl Drosseln (als Vögel) von den Reptilien abstammen (und damit von den Dinosauriern [ganz nebenbei: Das Ei war zuerst da, denn bevor es Vögel gab, gab es schon Dinosaurier, und die legten bekanntlich schon Eier]) und damit weit weniger mit den Schimpansen gemein haben, als wir Menschen, die uns evolutionär gesehen erst „vor kurzem“ abspalteten.

    Übrigends habe ich, wohl wegen dieser Diskussion hier, letzte Nacht von dir geträumt..war wie immer ein sehr merkwürdiger Traum mit Horrorelementen, die da garnicht reingehören.. also weil der Traum wie ein Film war, der kein Horrorfilm, sondern ein normaler Film eben war..ach, egal. War trotzdem nett sie mal wiederzusehen Herr Sachse 🙂

  38. MuGo schreibt:

    Ja, das stimmt schon, die Abstammung des Menschen wird gerne unter den Tisch gekehrt. Aber wenn man Drosseln und Schimpansen nicht vergleichen soll, dann sollte man auch nicht Menschen und Ameisen vergleichen – dass wir und die Hautflügler getrennte Wege gehen, ist noch ein Stückchen länger her als die Abspaltung von Säugetieren und Vögeln von den Reptilien…^^

  39. Sebastian schreibt:

    Wenigstens können wir uns wohl drauf einigen, dass es so etwas wie Evolution gibt 🙂

  40. Naja, es sind ja auch wenige Kreationisten anwesend 🙂 Die Leute sind teilweise aber wirklich echt schwer zu ertragen wenn sie meinen, dass Dinosaurierspuren extra von Gott gelegt wurden, um uns zu verwirren 😀

  41. MuGo schreibt:

    Gott ist halt ein Fuchs!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s