Immer nie am Meer

Neues von Heinz „Heinzer“ Strunk: Der ist ja ein multimedialer Tausendsassa. Und während sein neues Buch sowie die wahrscheinlich öde, da ohne des Bonvivants Zutun im Enstehen begriffene Verfilmung von Fleisch ist mein Gemüse noch in der Humorpipeline stecken, ist seine von mir sehnlichst erwartete großdeutsche Ko-Produktion mit Christoph Grissemann und Dirk Stermann, Immer nie am Meer unlängst in Österreich gestartet und wird da sicher abgefeiert. Hier läuft diese Psychogroteske leider erst im Herbst mit satten 20 Kopien an, also quasi unter Ausschluss der Doofen. Vielleicht nicht mal schlimm.

Heinzer spielt einen manischen Kleinkünstler (Aussage Strunk: „Ich vor 5-10 Jahren“), der zusammen mit einem Geschichtsprofessor sowie dessen tablettensüchtigem, depressivem Schwager einen Unfall baut, infolgedessen die drei eingekeilt sind zwischen 2 Bäumen, mitten im Wald, ohne Aussicht, je gerettet zu werden. Raus aus dem Wagen kann man nicht, der gehörte nämlich dem Nazi und UN-Generalsekretär Kurt Waldheim, demnach eine bombensichere Todesfalle. Todesfalle Auto. Das Unvermeidliche sicher vor Augen, spielen sich absurde Szenen ab, die Zartbesaitete evtl. zum Zucken bringen könnten. Wohlgemerkt, ich kenne den Film noch nicht… ich stelle Erwartungen an den Film, die so riesig sind, dass nur Heinzer sie erfüllen kann. Ich bin aufgeregt.

Ebenfalls im Herbst wird das Nachfolgewerk zu Mit Hass gekocht erwartet, die sträflich unerfolgreiche Nische des Kurzhörspiels, „eigentlich“ ja Heinzers Hauptbetätigungsfeld, mit dem er aber leider überhaupt kein Geld macht, weil die Welt ignorant und einfach grau ist. Als Nahezu-Komplettist von Strunks Werk (Nahezu, da mir irgendein widerlicher Profi-ebayer „Spaß mit Heinz“ vor der Nase weggeschnappt hat) wird aber natürlich auch diese CD mein Regal zieren, und natürlich werde ich 3/4 des Contents schon von seinen anderen Werken kenne. Verstehen kann ich das Recycling ja, wenn sich jeweils nur 2000 CDs verkaufen (Daten beschönigt), kennt der Gelegenheitskäufer ja noch nicht alles.

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2 Antworten zu Immer nie am Meer

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