Die Bedeutung der Gehirnstrukturen

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Seit einigen Tagen bin ich an einer Hausarbeit über die Bedeutung des Lernens für die Entwicklung unsrer Gehirnstrukturen. Jetzt schwirrt mein Kopf von all den intermediären Neuronen.
Wie wohl gerade mein sich umorganisierendes Gehirn aussieht?

Es ist faszinierend in wie weit man heute bescheit weiß über die Gründe, warum ein Mensch so geworden ist wie er ist und warum er das macht, was er tut.
Aber irgendwie ist der Gedanke auch ganz schön pervers, dass unser Selbst letztendlich nur aus ein paar Neuronenverbindungen besteht, die so leicht durcheinander gebracht werden können.

Interessant find ich aber meine eigene Einstellung. Seit wir im Rahmen unserer Ausbildung (Erzieherin) immer wieder mit oberflächlichen Ergebnissen der Gehirnforschung konfrontiert werden, hat sich so einiges in meinem Netz da oben getan. Das Bild des Kindes hat sich ganz schön verändert. Das Kind ist nicht länger mehr einfach nur ein Mensch; vielmehr wird es zur Summe seiner Neuronen, die es durch die Interaktion mit der Umwelt immer mehr in Verbindung zueinander setzt.
Die Folge ist ein ganz neues Arbeiten, um den Bedürfnissen des Kindes bestmöglich gerecht zu werden.
Es geht nicht länger um gezielte Angebote sondern um das Anregen ganzheitlicher Lernprozesse beim Kind. Das Kind soll sich mit dem auseinandersetzen können, mit dem es sich auseinandersetzen möchte, in dem es zwischen breitgefächerten Möglichkeiten selbst eine Wahl treffen kann.
Das Interessante dabei ist, dass wir als zukünfige Erzieher in der Schule jedoch weiterhin lernen Angebote zu machen. Wir sollen verstehen wie das Kind denkt, sich sein Gehirn entwickelt und erkennen wie wir diesem zum Computer gewordenen Wesen am optimalsten dabei helfen können sich zu programmieren. Auf der anderen Seite bekommen wir aber nicht die Wege an die Hand wie wir das nun in der Praxis am Besten umsetzen.

Aber was will man machen? Auch die Gehirnstrukturen der Lehrer müssen sich erst einmal an die neuen Gegebenheiten anpassen und sich ganz langsam umorganisieren, so dass es möglich wird andere Inhalte zu vermitteln.
Gott sei dank also, dass ich verstehe, was in deren Köpfen vorgeht. Ansonsten würde ich mir in Hinblick auf das Praktikum in 3 Wochen vielleicht ein wenig Sorgen machen, denn wer weiß wie weit die Gehirne der dortigen Erzieher schon sind und wieviel sie dementsprechend von einer Schülerin des Oberkurses erwarten…

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4 Antworten zu Die Bedeutung der Gehirnstrukturen

  1. Sebastian schreibt:

    Ich predige Dir seit Jahren, alles (Bio-)Chemie. Endlich siehst Du es mal ein. Willkommen in der Wirklichkeit 😉

  2. Steffi schreibt:

    vor 20 jahren hat noch kein mensch was vom synaptischen Spalt gewusst. vielleicht entdeckt man bis in 20 jahren die Geist-Molekühle und dann bin ich der, der lacht.
    :- D

  3. Sebastian schreibt:

    20 Jahre sind etwas kurz, aber okay, warten wir’s ab.

  4. Steffi schreibt:

    stimmt. Dann machen wir halt 50 draus.

    aber wie auch immer; in unserer Lebensspanne wird sich auf jeden fall noch einiges entwickeln und vieles neue beim forschen entdeckt werden.

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